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Duisburg, Cambridge, Singapur: Der #RRMHomeRun bewegte weltweit 2.115 Läufer

Alternative zum 37. Rhein-Ruhr-Marathon stieß auf überwältigende Resonanz

 

Uwe Busch, der Geschäftsführer des Stadtsportbund Duisburg, überreichte die ersten Fisher-Medaillen beim #RRMHomerun am Sonntagmorgen persönlich. Annika Vössing, die 2018 und 2019 den Rhein-Ruhr-Marathon gewonnen hatte, durfte sich über die Anerkennung ihrer Laufleistung freuen. Melanie Linder und Muharrem Yilmaz (beide vom AYYO-Team) erhielten ebenfalls die Plakette eines Laufes, der so nie stattgefunden hatte, und das umgewidmete Finisher-Shirt. 31 Kilometer waren sie durch den Stadtwald über Mülheim und Essen zurück nach Duisburg gelaufen. Auf der Kruppstraße nahm sie Uwe Busch in Empfang.

Mit dem Glückwunsch zum erfolgreichen Trainingslauf konnte Uwe Busch auch ein Dankeschön verbinden. Gemeinsam mit Nikki Johnstone, der an diesem Sonntag in Schottland seinen #RRMHomeRun bestritt, war die Oberhausenerin die Botschafterin für diesen (hoffentlich) einmaligen Lauf. Uwe Busch: „Der #RRMHomerun war ein überwältigender Erfolg für uns und ein großer Spaß für die Läuferinnen Läufer. Im Internet geht so richtig die Post ab. Es hat einfach alles gepasst und dafür sind wir sehr dankbar.“ Stefan Wlach, der für den SSB den #RRMHomeRun auf Facebook und Instagram dokumentierte, kam mit dem Posten nicht nach: „Es kommen jede Menge Bildern und Nachrichten rein. Da kann niemand den Überblick behalten. Es ist einfach großartig.“

Für diesen Sonntag war der 37. Rhein-Ruhr-Marathon geplant. Aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mussten der SSB Duisburg, der gemeinsam mit dem LC Duisburg den Lauftag veranstaltet die Rennen absagen. Als Alternative boten die Organisatorinnen und Organisatoren den Starterinnen und Startern den #RRMHomeRun an. Die Spielregeln waren denkbar einfach: Startnummer anfordern, eine beliebige Strecke laufen, den Lauf beim Ergebnisdienst melden und ein Beweisfoto schicken. Im Gegenzug bekommen ab Mittwoch die Homerunner die Finisher-Medaille des 37. Rhein-Ruhr-Marathons sowie das offizielle T-Shirt und eine Teilnehmer-Urkunde.

10 Prozent für die AG der Hilfsorganisationen

Die Idee: Aus dem Erlös sollen die Verluste durch die Corona-Absage gedeckt werden. Zudem erhält die AG der Hilfsorganisation 10 Prozent der Startgebühren. Der Plan ging voll auf: 2.115 Meldungen konnte der SSB für seinen Privatlauf registrieren. Darunter war auch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. Dank der aller Erwartungen übertreffenden Resonanz lässt sich das Minus weitgehend decken. Zudem brachte der #RRMHomeRun am Sonntag einige, und einiges in Bewegung.

Bis zum Mittag hatte der SSB bereits über 500 Rückmeldungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorliegen. Gerade im Sportpark Duisburg herrschte den ganzen Tag über Laufbetrieb. Einer der ersten am Stadion war Andreas Lindermann. Der Ausdauerspezialist aus dem Team von Laufsport Bunert war bereits um 5:30 Uhr auf die Duisburger Marathon-Strecke gegangen und hatte die 42,195 Kilometer innerhalb 3:07 Uhr geschafft. Warum der Läufer, der bereits mehrfach beim Rhein-Ruhr-Marathon mitgemacht, an den Start gegangen ist? „Gehört sich so“, sagte er.

8:46 Kilometer für George Floyd

Viele Läuferinnen und Läufer nutzten die Halbmarathon-Strecke und liefen über Bürgersteig und Radwege von der Kruppstraße aus durch die Stadt zurück zur Schauinsland-Reisen-Arena. Einige verbanden ihre Unterstützung für den Rhein-Ruhr-Marathon mit einem politischen Statement. Sie liefen 8:46 Kilometer und erwiesen damit dem von Polizisten getöteten US-Amerikaner George Floyd ihre Reverenz. 8:46 Minuten war ihm die Luft bei den Polizeieinsatz abgedrückt worden.

Weil der Stadtsportbund Ort und Länge der Laufstrecke freigestellt hatte, zeigten Läuferinnen und Läufer in mehreren Städten, dass ihnen die Zukunft des Rhein-Ruhr-Marathons am Herzen liegt. In Singapur waren Homerunner unterwegs sowie in Berlin, Düsseldorf, Braunschweig, Essen, Dortmund, Wuppertal, München, Cambridge in England oder Tournai in Frankreich. Handbike Weltmeisterin Annika Zeyen fuhr einen Marathon in Bonn und meldete sich nach 1:21,45 Stunden für die 42,195 Kilometer mit einem Siegerinnenfoto zurück. Martin Zackor lief durch Frankfurt seinen 102. Marathon. MSV-Pressesprecher Martin Haltermann lief seinen ersten Marathon überhaupt als Homerunner durch Krefeld. Karsten Kruck und Katharina Wehr vom ASV Duisburg liefen am Baldeneysee und schafften den Marathon in 2:56 Stunden.

Positive Kommentare der Homerunner

Durchweg positiv waren auch die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nadine Sandoval schrieb nach ihrer „Zielankunft“ an der Arena: „Danke für die tolle Idee. Hat Spaß gemacht.“ Mit der Meinung war sie keineswegs allein.

Großen Spaß hatten auch die Organisatoren des Rhein-Ruhr-Marathons. Uwe Busch: „Die endgültige Bilanz haben wir noch nicht vorliegen. Was wir aber schon jetzt sagen können. Dank des #RRMHomeRuns können wir 2021 wieder an den Start gehen. Einen Termin können wir noch nicht nennen. Da sind wir von den Terminen der Fußballer abhängig.“

Eine Bitte hat Uwe Busch ebenfalls: Wer kann, sollte sich Finisher-Shirt, Medaille und Urkunde direkt bei uns im Stadtsportbund auf der Bertaallee 8b im Sportpark Duisburg abholen. Das Dankeschön-Paket liegt ab Mittwoch bereit. Bitte vorher unter 0203 3000811 kurz anrufen.

Bilder, Videos und Geschichten zum #RRMHomerun finden sich auf der Facebook- und Instagram-Seite des Rhein-Ruhr-Marathons

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