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Entscheidung zum Kombibad Homberg - SSB warnt vor weiteren Kürzungen im Sport

DUISBURG (09.09.2013). Die neuen Entwicklungen im Zuge der Diskussion um das Kombibad Homberg betrachtet der Stadtsportbund Duisburg e.V. mit großer Sorge. Denn die Ankündigungen der Politik, nochmal über die Übergabe an den Duisburger SSC 09/20  nachzudenken, sieht der SSB als keine glückliche Entscheidung. Sollte der Rat der Stadt aufgrund des Bürgerbegehrens eine Vergabe an den Verein ablehnen, drohen Kürzungen an anderer Stelle.  Der Vorsitzende des SSB Franz Hering stellt dazu klar, dass „der Sport keine weiteren Einsparungen verkraften kann, ohne dass die elementare Substanz im Sport zerstört wird.“  Zudem droht das Bad bei neuen Sparrunden wieder zur Verhandlungsmasse zu werden. Und dann sei eine Schließung nicht mehr abzuwenden, so der SSB. 

Hintergrund ist, dass für den Erhalt des Kombibads ohne den DSSC 09 Kompensationsmaßnahmen notwendig werden, und zwar zwingend aufgrund des verabschiedeten und genehmigten Haushaltssicherungsplanes. Franz Hering sagt dazu: „Dieser Ausgleich könnte durch Kürzungen oder Gebührenerhöhung an anderer Stelle im Sport erreicht werden. Das kann und darf nicht sein und wir werden das auch nicht mittragen.“

Bekanntlich hat der SSB im Zuge der Beratungen um den Haushaltssicherungsplan mit eigenen Vorschlägen dafür gesorgt, dass die komplette Schließung des Kombibades Homberg verhindert werden konnte. Die Übergabe des Betriebs in Vereinsregie sichert den Erhalt des Hallenbades. Der SSB hatte im DSSC 09 auch einen Partner gefunden, der bereits die Hallenbäder in Obermeiderich, Großenbaum und Wanheim erfolgreich betreibt. Ohne Zweifel ist das dort praktizierte Modell des Bürgerschwimmens in Form einer Vereinsmitgliedschaft sehr erfolgreich und wurde von den Bürgern nach anfänglicher Skepsis positiv aufgenommen.

Dieses Modell des Schwimmens über die Vereinsmitgliedschaft hat der Verein auch am vergangenen Donnerstag den Homberger Bürgern in einer Infoveranstaltung im PCC-Stadion sehr eindrucksvoll vorgestellt und die Stimmung der rund 60 anwesenden Teilnehmern, darunter auch Vertreter der Bürgerinitiative und der Homberger Politik, war hinterher sehr positiv.

Franz Hering: „Umso überraschender kam für uns nun der Sinneswandel, doch noch einmal auch über den Erhalt des Freibades nachzudenken. So sehr wir die Argumente der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen, es bleibt die Gewissheit: Das Geld, das jetzt hier  ausgegeben wird, fehlt an anderer Stelle.“ Zudem betreibe der SSB und der DSSC 09/20 die Bäder nicht zum Selbstzweck betreiben, sondern will mit den Übernahmen nur Schließungen der Bäder verhindern.

Darüber hinaus ist es dem Verein gelungen, die Stadt von weiteren Investitionen zu entlasten, da man in Eigenregie Dachsanierungen vorgenommen und in Obermeiderich durch den Bau eines Blockheizkraftwerkes die Energiekosten um ein vielfaches gesenkt hat, was ausschließlich der Stadt Duisburg zu Gute kommt.

Zu guter Letzt machte der SSB noch darauf aufmerksam, dass mit der geplanten Übernahme des Bades in Homberg zumindest der Hallenbadbetrieb bis 2020 gesichert ist, da der Verein einen Vertrag mit DuisburgSport über diese Dauer geschlossen hat. Ob das bei einer neuerlichen Sparrunde auch der Fall sein wird, bezweifelt der SSB. Dann stehe sicherlich der Verein nicht mehr für eine Übernahme zur Verfügung steht und damit drohe dem gesamten Bad das Aus.

Darüber hinaus würden der Stadt bei einem eigenen Weiterbetrieb zusätzliche Kosten entstehen, da der Verein bereits gültige Arbeitsverträge abgeschlossen und erste Investitionen getätigt hat, für die die Stadt sicherlich dann in Regress genommen werden wird.

 

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