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30. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg als Heimspiel für die Helden der Langstrecke

Der 30. Rhein-Ruhr-Marathon feierte sein Jubiläum als Heimspiel für Sportfreunde. Die Farben des Marathontages am Sonntag, 9. Juni 2013, waren Weiß und Blau. Angesichts der Sorge um die Lizenzerteilung für den Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg trugen viele Läuferinnen und Läufer das Trikot der Zebras. Deren Fans feuerten im Gegenzug von ihrem Stammplatz auf der Stehtribüne die „Helden der Langstrecke“ an.

Auch entlang des Laufwegs durch Duisburg nutzten viele der 30.000 Zuschauer die Möglichkeit, die Teilnehmer anzufeuern und zugleich mit Schal, Fahne oder Trikot ihre Sympathie für den MSV zum Ausdruck zu bringen. Der Stadtsportbund Duisburg, der gemeinsam mit dem LC Duisburg die 30. Auflage des gemeinsam mit Frankfurt und Berlin Dienstältesten City-Marathon, veranstaltete, hatte dazu aufgerufen, in einem Atemzug Solidarität mit dem MSV zu zeigen und den Läuferinnen und Läufern zu beweisen, wie begeisterungsfähig das Duisburger Publikum sein kann.

Und in der Tat: Duisburg zeigte sich von seiner besten Seite. 6.210 Melder (Vorjahr: 6.193) bewarben sich um Startnummern für Rennen über die klassische Distanz, den Halbmarathon, dem Staffelmarathon, den AOK-Schülerläufen, den Inlinern und Handbikern. Damit zeigte sich: Trotz der Konkurrenz durch den Essener Ruhr-Marathon kann sich der Lauf „von Läufern für Läufer“ behaupten. Zugleich galt es, das Teilnehmer-Jubiläum zu feiern. Norman Mierswa aus Recklinghausen war der 100.000ste Teilnehmer am Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg seit Gründung 1981.

Als Nachmelder wurde er mit der Startnummer 100.000 geehrt und bescherte den Gastgebern ein großes Lob: „Ich wollte unbedingt wieder in Duisburg laufen, denn hier ist es besonders schön.“ Übrigens keine Einzelmeinung, wie die zahlreichen Rückmeldungen per Email oder über Facebook nach dem Rennen zeigen. 

Vierter Sieg für Magnus Kreth

Zum Sportlichen: Nach zwei Jahren, in denen jeweils Afrikaner mit Blick auf die Siegprämie von 500 Euro den Lauf gewannen, blieb zum Jubiläum der Erfolg in der Stadt. Magnus Kreth vom ASV Duisburg gewann nach 2:36,42 Stunden den Hauptlauf, vor Robert Jäkel aus Lintorf (2:41,01). Für Kreth war es nach 2006, 2008 und 2010 der vierte Duisburg-Sieg. Der 37-Jährige zog mit Winfried Spanaus, der 1995, 1996, 1998 und 1999 den Rhein-Ruhr-Marathon gewinnen konnte, gleich.

Bei den Frauen setzte Vanessa Rösler von LG Olympia Dortmund mit einer Zeit von 3:02,18 Stunden durch. Sabrina Krämer vom LC Duisburg belegte Rang zwei in 3:07,53. Antje Möller vom ASV, die Favoritin und viermalige Gewinnerin des Rennens, kam als Dritte nach 3:17,37 ins Ziel. Antje Möller verpasste damit ihren fünften Sieg in Duisburg und zeigte sich als faire Sportsfrau: „Manchmal sind andere besser. Das gehört dazu.“

Annika Gomell (USC Bochum) gewann bei den Frauen den Halbmarathon in 1:21,34 Std. Beste Duisburgerin war die vereinslose Läuferin Tanja Czarnetzki (1:28,30) auf Platz fünf. Bei den Männern setzte sich Tillmann Goltsch aus Dortmund durch (1:13,54). Bei den Inlinern war Pascal Ramali (1:21,23) aus Groß-Gerau zum dritten Mal in Folge nicht zu schlagen. Weil Petrus gestern früh nicht mitspielte, hatte er sich übrigens Regenrollen untergeschnallt. Schnellster Duisburger war Darius Wilde vom TV Homberg (1:30,22) auf Rang zwölf. Bei den Frauen setzte sich Hilde Goovaerts (1:33,35) aus Belgien durch.

So schmeckt Duisburg

Es bleibt Vico Merklein, Silbermedaillen-Gewinner bei den Paralympics in London und Weltrekordhalter über die Marathon-Distanz im rasenden Renngerät, zu erwähnen. Dass Merklein die Handbiker-Konkurrenz in 1:12,17 für sich entschied, war keine Überraschung. Sein Kommentar nach einem Regenrennen, das ihm die Straßennässe bei Tempo 40 ins Gesicht spritzte, fand schon größere Beachtung: „Ich weiß jetzt, wie Duisburg schmeckt.“ Antje Möller konterte während der Pressekonferenz: „Ich nehme an richtig gut – oder?“ Auf den Geschmack von Duisburg kamen auch zwei Läufer aus Nürnberg, die Organisationsleiter Uwe Busch nach dem Rennen traf. Ihnen hatte es bei ihrer Premiere beim Rhein-Ruhr-Marathon so gut gefallen, dass sie versprachen: „Nächsten Jahr kommen wir wieder und bringen unsere komplette Laufgruppe mit.“    


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