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SSB Duisburg setzt ein Zeichen gegen zunehmende Gewalt im Duisburger Sport

Vereine und Bürger unterstützen Resolution für mehr Fairness auf den Plätzen

Inzwischen haben knapp 100 Vereine, aber auch Einzelpersonen die Resolution „gegen zunehmende Gewalt im Duisburger Sport“ unterschrieben. Der Stadtsportbund Duisburg hat dieses Bekenntnis und diese Selbstverpflichtung zu mehr Fairness und Sportsgeist auf den Plätzen in der Stadt gemeinsam mit DuisburgSport erarbeitet und herausgegeben.


Bei der Verabschiedung während der Mitgliederversammlung des SSB vor zwei Wochen gehörte Oberbürgermeister Sören Link ebenso wie der Stadtdirektor Reinhold Spaniel, Fraktionsvorsitzende der SPD, Herbert Mettler, der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Bischoff sowie der Fraktionsvorsitzende der CDU, Rainer Enzweiler, zu den Erstunterzeichner zusammen mit Franz Hering, Paul Hoffmann und Uwe Busch vom Vorstand des Stadtsportbundes. Die Resolution ist im Internet unter www.ssb-duisburg.de auf der Webseite des Stadtsportbundes nachzulesen und kann dort für eine Unterzeichnung heruntergeladen werden.

„Die Nachrichten von Gewalt und verbalen Auseinandersetzungen im Sport haben uns veranlasst ein Zeichen zu setzen. Das bereitet uns große Sorgen“, sagt Franz Hering, Vorsitzender des Stadtsportbundes Duisburg. „Es hat wenig Sinn, die Augen zu verschließen und zu sagen, es sei alles nicht so schlimm. Vielmehr wollen wir uns entschlossen für ein Verhalten einsetzen, dass dem Geist des Sports entspricht. Und wir wollen, die Vereine auf diesem Weg mitnehmen“, so Franz Hering weiter.

Wer sich zu dieser Resolution bekenne, wird vielleicht nicht einfach weghören, wenn ein Schiedsrichter beleidigt wird oder sich Spieler auf dem Platz angehen. Jede Attacke ist eine zu viel und zieht Erwiderungen nach sich, heißt es in der Resolution und sie stellt deutlich fest: „Die Gewalt hat auch im Duisburger Sport zugenommen. Immer häufiger kommt es zu körperlichen oder verbalen Entgleisungen, zu Angriffen auf Schiedsrichter und zu Spielabbrüchen. Gleichfalls ist festzustellen, dass auch Zuschauer sich zu verbalen Attacken bis zu Schlägereien hinreißen lassen.  

Bereits knapp 100 Unterschriften

Als einer der ersten Stadtsportbünde im Land sei man deshalb offensiv mit dem Thema in die Öffentlichkeit gegangen, ergänzt Uwe Busch, Geschäftsführer des SSB. „Ich bewerte es als ausgesprochen positiv, dass wir bereits knapp 100 Unterschriften bekommen haben. Das zeigt, dass wir mit dieser Initiative eine breite Unterstützung erfahren“, so Busch weiter. 

In der Resolution heißt es: „Wir setzen uns ein für einen gewaltfreien Sport, in dem kein Platz ist für jede Form der verbalen, psychischen, sexualisierten oder körperlichen Gewalt. Wir fordern alle Duisburgerinnen und Duisburger und insbesondere alle aktiven Sportlerinnen und Sportler auf, ein Zeichen gegen die zunehmende Gewalt zu setzen und durch ihr aktives Engagement diese Resolution zu unterstützen.“

Diskussion eine konstruktive Richtung geben

Uwe Busch: „Wir setzen darauf, dass sich mehr Menschen und Vereine zu diesem klaren Nein zu Gewalt bekennen und sich den Sport als ein Stück Heimat und schönste Nebensache nicht wegnehmen lassen. Dabei sei auch dem Stadtsportbund klar, dass eine Resolution allein, das Problem nicht löse. Um diese wichtige Aufgabe zu bewältigen bedarf es des Zusammenwirkens aller gesellschaftlichen Kräfte wie Politik, Polizei, Schulen, Eltern und Erzieher und nicht zuletzt der Kinder und Jugendlichen.“ Franz Hering: „Doch wir wollen mit unserem Bekenntnis die Diskussion anstoßen und ihr eine konstruktive Richtung geben.“  


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