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Umfassende Unterstützung für die kommenden „Goldmädels“ und „Goldjungs“

Der Stadtsportbund Duisburg startet sein neues Leistungssport-Programm. „Unser Ziel ist es, möglichst bald wieder eine olympische Medaille in die Stadt zu holen“, sagte Karl-Heinz Dinter, Vorstandsmitglied des SSB im Rahmen eines Pressegesprächs am Montag. Der Vorstand hatte sich die Umsetzung des Programms nach seiner Wahl im Jahr 2019 zur Aufgabe gemacht.

Eine der heißesten Kandidatinnen, bereits in diesem Jahr einen Erfolg zu erzielen, ist Katharina Bauernschmidt. Die Para-Kanutin, die in Tokio ins Rennen gehen wird, profitiert über ihren Stammverein WSV Niederrhein vom Leistungssport-programm des SSB.

Eine der Säulen des Förderprogramms ist die Unterstützung von Vereinen, die im Leistungssport in Duisburg führend sind und somit potentiellen Olympia-Teilnehmer*innen in ihren Reihen besitzen. „Die ersten Vereinbarungen mit Duisburger Klubs sind inzwischen unterschrieben. Wir haben loslegt“, erläuterte SSB-Geschäftsführer Uwe Busch.

Der SSB unterstützt bis 2024 Kern- und Perspektivsportarten, die nach einer Analyse der Vereinsstruktur ausgemacht worden sind. Es sind die Wasserballer des ASCD und des DSV 98, die Damen-Hockeyabteilung des Club Raffelberg, die Kanuten des WSV Niederrhein und von Bertasee Duisburg und die Judokas des PSV Duisburg. Im Bereich der Perspektivsportarten erhalten die Wölfe Nordrhein Fördermittel. Der Stadtsportbund konnte zur Finanzierung des Programms bislang insgesamt 236.000 Euro einwerben. Aus der Wirtschaft haben die Sparkasse Duisburg, Duisport, die Gebag, das Duisburger Logistik-Unternehmen Köppen, die Mercedes-Benz Niederlassung Duisburg, die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, und die Volksbank Rhein-Ruhr finanzielle Zusagen bis 2024 gegeben.

Der Stadtsportbund unterstützt bewusst die Vereine und nicht die einzelnen Sportler, erklärte Uwe Busch. „Wir wollen den Klubs mit großen Talenten die Möglichkeit geben, mehr für ihre Athlet*innen zu tun. Mit dem Geld können zum Beispiel zusätzliche Trainings finanziert werden oder eine bessere Betreuung im Bereich der Physiotherapie“, so Busch.

Der SSB mache da keine Vorgaben. Allerdings seien in der Vereinbarung ebenfalls konkrete Leistungsnachweise enthalten. Der Club Raffelberg habe zum Beispiel die Vorgabe, mit der Damenmannschaft bis 2024 in die Feldhockey-Bundesliga aufzusteigen. Karl-Heinz Dinter: „Wir wollen sehen, dass unser Geld Zinsen trägt.“

Netzwerk „Duale Ausbildung“ als wichtiger Baustein Die Vereinsförderung ist dabei eines von vier Modulen des Programms. „Ein weiterer Baustein dieser Konzeption ist die Unterstützung von Sportler*innen mit Potential bei der Gestaltung einer Berufs- oder Karrierelaufbahn“, sagte Karl-Heinz Dinter. Über das Netzwerk „Duale Ausbildung“ sollen sie eine berufliche Perspektive entwickeln können und dabei ausreichend Zeit für Training und Wettkampf finden.“ Geldsuche beim Pakt für den Sport Weitere Elemente des Konzepts sind Teil des neuen Pakts für den Sport. Der SSB verhandelt darüber derzeit mit der Stadt Duisburg. Teil der Vereinbarung soll der „sportmotorische Test Klasse 2“ sein. Karl-Heinz Dinter: „Über den Test können wir besondere Begabungen für einen bestimmten Sport bei den Grundschulkindern erkennen. Zugleich erleichtern wir den Kontakt zu einem Verein in der Stadt. Denn Talente brauchen auch Förderung.“ Wenn Olympia

2032 tatsächlich in die Region kommt, dann sollte man bereits jetzt nach möglichen Lokalmatadoren Ausschau halten, so der Stellvertretende SSB-Vorsitzende.

Schließlich legt das Programm auch Wert darauf, dass Duisburg ebenfalls über eine olympiareife Sportinfrastruktur verfüge. Bei den Gesprächen über den Pakt für den Sport geht es dabei ebenfalls darum, für den Bundesleistungsstützpunkt Wasserball das Schwimmstadion um ein weiteres überdachtes Becken zu ergänzen. Die stetige Modernisierung der Regattabahn will man ebenfalls festschreiben lassen.

„Wenn wir als Sportstadt wieder eine Olympiasiegerin oder einen Olympiasieger aus unseren Reihen feiern wollen, dann reicht Taktik nicht aus. Wir haben eine umfassende Strategie erarbeitet“, machte der stellvertretende SSB-Vorsitzende Karl-Heinz Dinter deutlich. Uwe Busch

ergänzte: „Wir wollen die Voraussetzung schaffen, dass die Talente aus unserer Stadt nicht abwandern müssen, wenn sie ganz große Ziele erreichen wollen. Das Konzept und seine nun beginnende Umsetzung tragen dazu bei, diesen Anspruch zu erfüllen.“ Entscheidend ist dabei, dass der SSB auf die Zusammenarbeit mit starken Partnern setzen könne.

Dazu gehören die Vereine, die Unterstützung aus der Wirtschaft und persönliches Engagement, wie es zum Beispiel Gabriela Grillo im Arbeitskreis „Duale Ausbildung“ bewiesen habe.

 

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