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Capoeira

Capoeira ist eine brasilianische Kampfkunst. Sie ist durch afrikanische Sklaven in Südamerika in der Kolonialzeit entstanden. Capoeira setzt sich aus zwei Einflüssen zusammen. Auf der einen Seite gibt es Capoeira Angola, auf der anderen Capoeira Regional. Capoeira Angola ist die ältere traditionellere Form und basiert auf langsam und träge wirkenden Bewegungen, aus denen explosive Angriffe gestartet werden.  Wichtig ist, dass das Einwirken auf den gegnerischen Körper nicht erwünscht ist. Am Ende wird der ranghöhere Kämpfer entscheiden, wer den Kampf gewinnt. Der grundlegendste Unterschied zwischen dem ursprüngliche und dem modernen Capoeira ist die begleitende Musik. Heutzutage ist die Musik lauter und schneller als beim langsameren Capoeira Angola.

Die Capoeira findet in einer „Roda“, also in einer Runde statt; Dabei stehen alle Teilnehmer in einem Kreis, wobei sich an einer Stelle dieses Kreises die Musiker versammeln. „Es müssen zwei Teilnehmer im Kreis sein; wie viele außen dabei sind, ist nicht vorgeschrieben. Es macht aber wenig Sinn, wenn mehr als zehn Musiker anwesend sind, “ berichtet Herr Kroker, der bei den Irmaos da Liberdade in Duisburg ist.

„Die Capoeira vereint Akrobatik, Kampfsport, Rhythmik, Reaktionsfähigkeit, Improvisation und Kreativität miteinander. Gelenkigkeit, Sprungkraft, Reaktionsschnelligkeit, Leichtsinnigkeit, körperliche Fitness und Offenheit für Neues“, benennt Kroker als einige Grundvoraussetzungen. Wichtig dabei: Zwischen beiden Capoeira-Kämpfern wird kein Wettkampf ausgefochten. „Es gibt keinen Schiedsrichter, der beispielsweise sagt, ob jemand einen korrekten Treffer gelandet hat“, berichtet Kroke. Auf jede Offensiv-Bewegung folgt eine Defensiv-Bewegung des Anderen, aus einer Defensiv-Bewegung wird fließend eine Offensiv-Bewegung. Ob dabei eher die Kooperation oder die Konfrontation im Vordergrund steht, entscheiden die Spieler selbst. Dieses Gespräch kann je nach Können und Stimmung eher friedlicheren Charakter haben oder auch in einen Kampf münden. Am Ende steht kein Gewinner oder Verlierer fest.“ Beim Capoeira gibt es jede Menge Tritt, Fausthiebe, Kopfstöße, Ring-, Wurf- und Hebeltechniken sowie Sprünge. In der Praxis entscheide der ranghöhere Kämpfer, wann der Kampf vorbei ist. Dementsprechend variabel sind die einzelnen Kampfzeiten.

„Spiel so, wie du rumläufst. Man kann den Capoeira in ganz normaler Straßenbekleidung betreiben. Die Capoeira wird traditionell barfuß gespielt, “ erzählt Kroker.

In Duisburg:

Den Duisburger Capoeira Verein gibt es seit 2003. Der Verein ist unter www.duisburg-capoeira.de zu finden; dort sind auch die Trainingszeiten enthalten. „Wir sind eine verbandsunabhängige Mannschaft. Capoeira ist überhaupt eine unorganisierte Sportart, “ betont Kroke.

 

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