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Seilklettern

Seilklettern wird auch Tauklettern oder  Tauhangeln genannt. Darunter man das Klettern an einem Seil.

Tauhangeln war zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein olympischer Wettbewerb; im Jahre 1896 gewann Nikolaos tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Seilklettern.jpgAndriakopoulos den Wettbewerb. Der letzte Wettkampf im Tauhangeln fand bei den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles statt; es gewann Raymond Henry „Benny“ Bass. Die Länge der Seile schwankte den historischen Quellen zufolge zwischen 7 und 10 Meter. 1906 war das Seil an einem Mast mit Ausleger befestigt. Gestartet wurde vom Boden aus dem Sitzen.

Heute hat das Seilklettern als Sport keine wesentliche Bedeutung mehr, sieht man von den Retrolympics einmal ab. Jeder Teilnehmer hat dort in Turnhose und Turnhemd anzutreten.

Die Disziplin wird barfuss oder in Sportschuhen ausgetragen. Technische Hilfsmittel sind nicht gestattet.  Die Seile werden den Teilnehmern zugelost. Der Start erfolgt am Mattenrand circa zwei Meter vom Seil entfernt. Das Kommando lautet: „Auf die Plätze – fertig – los!“. Gewertet wird die Zeit vom Start bis zum Betätigen der Glocke am oberen Ende des Seils.

Eberhard Vollmer arbeitet in der Pressestelle des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Darmstadt. Ihm sind keine Vereine bekannt, in denen derzeit historische Sportarten, die der Leichtathletik zuzurechenen sind, betrieben werden. Es kann natürlich sein, daß in einem Verein das Seilklettern eher spaßmäßig betrieben werden. Organisiert ist das aber nicht. Und Literatur? Na ja, die mag es schon geben. Sie wird aber sehr verstreut vertreten sein. Systematisch scheint sich noch niemand damit beschäftigt zu haben.

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