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Sportaerobic

Aerobic stammt aus den USA. Es wurde in den 1960er Jahren von dem Arzt Kenneth H. Cooper entwickelt, um Herz und Lunge zu stärken. Aerobic zählt bei uns in Deutschland zu den Turnsportarten. Sportaerobic ist die Wettkampfvariante davon. Der Deutsche Turnerbund definiert Sportaerobic als „die Fähigkeit, ununterbrochen komplexe und hochintensive Bewegungen zu zeigen, die von dem traditionellen Aerobic Dance stammen.

Grundschritte aus dem Aerobic, Sprünge, Hebefiguren, kreisende Figuren und Stützen (beispielsweise mit den Händen) gehören zu den Bewegungsabläufen, die beim Sportaerobic gezeigt werden.

„Im Wettkampfbereich werden Inhalt, Ausführung / Technik und der Wert der Schwierigkeit bewertet. Je höherwertig geturnt wird, desto mehr Punkte erhält man,“ berichtet Monika Wiethoff vom Technischen Komitee Aerobic beim Deutschen Turner-Bund. „Wer die meisten Punkte erhält, hat am Ende gewonnen.“

Sportaerobic wird bei Aufführungen von Musik begleitet. Doch nicht von irgendwelcher Musik, wie die Moerserin betont. „Es handelt sich dabei um Musik im 4/4-Takt. Musikstile wie HipHop wären also nicht unbedingt für Sportaerobic geeignet,“ berichtet Wiethoff.

Sportaerobic ist eine Hallensportart; Freiluftveranstaltungen sind die absolute Seltenheit. Die Tanzfläche ist 10 x 10 m groß, der gesamte Bodenbereich 12 x 12 m – an den Rändern gibt es also jeweils einen Sicherheitsabstand von 2 m. Der Boden besteht aus Laminat mit einer schwingenden Unterkonstruktion, die für eine gewisse Federung beim Auftreten sorgt. Beim Wettkampf finden die Aufführungen auf einer Bühne statt.

„Die Wettkampfrichter achten schon darauf, daß man bei einer Vorführung auch den gesamten Raum nutzt, die Übungen also nicht beispielsweise nur am Rand ausübt,“ betont Wiethoff.

Trikots mit kurzem Arm und ¾-Hosen bei den Männern und ein showmäßig gestalteter Turnanzug bei den Damen gehören beim Sportaerobic zur Bekleidung.

Kraft, Ausdauer, Koordination, Merkfähigkeit, Rhythmusgefühl, Reaktionsfähigkeit und Balance sind nach ihren Worten die Haupteigenschaften, die einen guten Sportaerobic-Athleten ausmachen.

Sportaerobic ist in Deutschland fast eine reine Mädchensportart. „Bei den Jungen gibt es oft eine Abwehrhaltung gegen Sportaerobic. Sobald sie aber merken, daß es mit Musik und Wettkampf zu tun hat, ändert sich das schnell.“

Wer nähere Informationen zum Sportaerobic sucht, muß schon auf die Internet-Seiten des Deutschen Turner Bundes (www.dtb-online.de) gehen und dort den Menuepunkt „Sportarten“ anwählen, um fündig zu werden. Was zumindest im Rheinland einen ganz handfesten Grund hat. „Sportaerobic ist im ganzen Rheinland zumindest vereinsmäßig vertreten. Der Rheinische Turnerbund ist der einzige größere Landesverband, bei dem das so ist.“ Nach einem Grund gefragt, kann Wiethoff auch nur mit den Achseln zucken. „Ich weiß ihn nicht.“

 

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