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Triathlon

Triathlon ist eine Ausdauersportart. Sie besteht aus den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, die nacheinander und in genau dieser Reihenfolge mit ununterbrochener Zeitnahme durchgeführt werden.

Die Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und vom Radfahren zum Laufen gehören zum Wettkampf. Bei niedrigen Wassertemperaturen kann das Schwimmen in kälteschützenden Neoprenanzügen absolviert werden. Wichtig ist hier, daß es sich um schnell trocknendes Material handelt. Da ein Wechsel der Sportbekleidung zu viel Zeit kosten würde, ist es während des Triathlons auch nicht vorgestellt. Die Sportler sind während der gesamten Strecke in ein und demselben Sportanzug unterwegs. Das Material das Radfahren ist weniger streng reglementiert als im klassischen Radsport, weshalb in den 1980er Jahren spezielle Triathlonfahrräder entwickelt wurden. Sie hatten kleinere, 26-zölligen Laufrädern und Lenkeraufsätzen, die zu einer aerodynamisch günstigen Sitzposition beitragen. Seit dem Ende der 90er ist dieser Trend jedoch rückläufig und es kommt zu einer Annäherung zwischen dem Radmaterial der Triathleten und den Fahrrädern, wie sie im Straßen-Radrennsport gebräuchlich sind.

Aerodynamik und Ergonomie spielen dabei die entscheidende Rolle. Heute werden dementsprechend Carbon-Rahmen mit aerodynamischen Rohren und angepassten Geometrien, speichenreduzierte Hochprofilfelgen, z. T. auch mit Scheiben-Hinterrad kombiniert, Liegelenker, spezielle Trinkflaschenhalter und weitere Details.

Zu erwähnen ist weiterhin die strikte Helmpflicht sowie das Verbot des Windschattenfahrens beim Radfahren. Bei Meisterschaften und internationalen Rennen über die olympische Distanz wird das Windschattenverbot ausgesetzt.

Der Volkstriathlon wird auch „Sprintdistanz“ genannt. Hier liegen die Distanzen, die der Sportler zurücklegen muß, bei 750 m Schwimmen, 20 Km Radfahren und 5 km Laufen. „Ein Veranstalter darf bei den Distanzen aber darunter bleiben. Viele Veranstalter tun dies insbesondere beim Schwimmen, weil viele Teilnehmer insbesondere das Schwimmen als schwierigste Distanz ansehen,“ berichtet Martina Mazur-Herrera vom Nordrhein-Westfälischen Triathlon-Verband. Einheitlich festgelegte Mindestlängen gibt es nach ihren Worten nicht.

Triathlon ist eine Freiluftveranstaltung. Das Schwimmen wird in „Offenwassern“, also nicht in Hallen durchgeführt. Seen sind genauso dafür geeignet wie Flüsse und Kanäle. „Beim Bonn-Triathlon oder dem Düsseldorf-Triathlon schwimmen die Teilnehmer sogar im Rhein,“ berichtet Mazur-Herrera. „Der Triathlet schwimmt im Pulk. Es gibt keine eigene Bahn. Auch wenn Triathlon eher eine Sommersportart ist, so ist der Sportler doch Wind und Wetter ausgesetzt.“

Hinsichtlich des Laufens und Fahrradfahrens ist es nach den Worten von Mazur-Herrera eigentlich egal, wo es durchgeführt wird. „Es spielt keine Rolle, ob es bergig oder flaches Land ist. Beim bergigen Land gibt es die Steigungen; flaches Land ist eher windanfällig. Bei offiziellen Veranstaltungen muß natürlich darauf geachtet werden, daß der Schiffs- und Autoverkehr nicht behindert wird. Da Triathlon in der Regel mit Straßensperrungen verbunden ist, finden Veranstaltungen deswegen meistens am Sonntag statt.“

Triathlon umfaßt nach ihren Worten drei Grundsportarten, die eigentlich jeder Mensch beherrscht. Nach ihren Worten kommt es nicht darauf an, daß auf Gedeih und Verderb lange Strecken zurückgelegt werden. Es ist vielmehr wichtig, daß sie jeder im Rahmen seiner Grenzen betreibt.

„Durch die Kombination der drei Sportarten werden zahlreiche Muskelgruppen angesprochen. Der Wechsel zwischen den drei Disziplinen sorgt für eine ausgewogene Beanspruchung des gesamten Muskelapparates. Die Ausdauersportarten trainieren das Herz-Kreislaufsystem. Die Fettverbrennung wird durch die langsame und ruhige sportliche Bewegung aktiviert,“ wie der Triathlon-Verband in einem Faltblatt berichtet.

Die drei Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen gehören zu den Grundformen der menschlichen Bewegung, wie Mazur-Herrera betont. „Es kann jeder Triathlon betreiben. Der Einstig ist auch in jedem Alter möglich. Man muß ja nicht unbedingt die Extremformen ausüben.“

Gute Triathleten zeichnen sich dadurch aus, die Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen so kurz wie möglich zu halten und so schnell wie möglich den Körper auf die neue Belastung einzustellen. Ein gewisses Durchhaltevermögen ist schon wichtig. Daß man nicht unbedingt wasserscheu sein sollte, ist wohl auch selbstredend.

„Triathleten sind eine nette Familie,“ schwärmt die Kölnerin schon ein wenig. „Man betreibt ihn zwar für sich alleine, ist aber auf der Strecke nicht alleine.“

Die Ursprünge des Triathlons liegen in Frankreich. Dort ist er zu Beginn der 1920er Jahre entstanden und im Laufe der Zeit dann zu uns nach Deutschland gekommen.

www.nrwtv.de

 

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