Diese Webseite verwendet Cookies, um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren.

Korfball

Korfball heißt eine Sportart, die aus den Niederlanden zu uns nach Deutschland gekommen ist. Insbesondere im Rheinland und Westfalen ist sie sehr beliebt. Dort gibt es sogar einen Ligabetrieb.

Korfball ähnelt sehr dem Basketball. Und unterscheidet sich doch sehr davon. Ziel ist es beim Korfball, mehr Körbe als das gegnerische Team zu erzielen. Dazu muß der Ball von oben nach unten durch den Korb geworfen werden.

tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Korfball-Bild.jpgtl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Korfball-Korb.jpg

Anders als beim Basketball befinden sich die Körbe nicht am Ende des Spielfeldes, sondern ein Sechstel der Spielfeldlänge im Feld; das Spielfeld hat dabei die Größe eines Handballfeldes. Die Körbe befinden sich in einer Höhe von 3,50 m. Es gibt kein Brett hinter dem Korb, der aus Kunststoff besteht. Die Spieler können also von allen Seiten werfen. Ein Unterschied zum Basketball liegt auch darin, daß es kein Netz unter dem Korb gibt. Die Körbe haben einen Durchmesser von 40 cm.

 

Ein Team besteht aus jeweils vier Männern und vier Frauen. Die Spielfläche ist in zwei jeweils 2 gleich große Hälften unterteilt. Jeweils 2 Frauen und 2 Männer bilden ein Fach; jeweils 1 Fach befindet sich auf den beiden Spielhälften – ein Fach ist die Verteidigung, das andere Fach der Angriff. Nach jeweils zwei erzielten Treffern wechseln die Mannschaftshälften die Aufgaben.

Ein Spieler darf nicht auf den Korb werfen, wenn er verteidigt wird. Beim Korfball erfolgt die Verteidigung des Gegenspielers symbolisch, indem sich der Verteidiger zwischen dem Korb und dem Angreifer befindet und dabei ausreichend nahe ("Armlängenabstand") an diesem steht. Der Verteidiger signalisiert seine Verteidigung, indem er einen Arm hochhält, in Richtung Angreifer streckt und diesen dabei anschaut.

Frauen dürfen nur von Frauen verteidigt werden und Männer nur von Männern.

Dribbeln und Laufen / Gehen mit dem Ball ist nicht erlaubt. Allerdings sind Sternschritte (ein Bein darf bewegt werden, solange das andere an seinem Platz bleibt) zulässig.

Korfball ist ein körperkontaktarmes Spiel. Sperren, Halten oder härteres Vorgehen gegen Gegner ist nicht erlaubt.

Der Ball darf dem Gegner nicht aus der Hand geschlagen oder genommen werden. Er besteht aus griffigem Kunststoff und hat etwa die Größe eines Fußballes.

Regelverstöße werden mit einem Neustart (leichte Regelverstöße), mit einem Freiwurf (schwere Regelverstöße) oder mit einem Strafwurf (Regelverstöße, die das Verlorengehen einer Korbchance zur Folge haben) geahndet. Ein Neustart wird von der Stelle des Regelverstoßes ausgeführt. Freiwurf und Strafwurf werden vom Strafwurfpunkt, der sich 2,50 m vor dem Korb befindet, ausgeführt. Nur beim Strafwurf darf der ausführende Spieler direkt auf den Korb werfen.

Ein Spiel dauert 2 x 30 Minuten.

„Korfball ist schneller als Basketball,“ berichtet Jörg Heinemann vom Erkenschwicker Korfball Club Phoenix `07. „Wer den Ball hat, bleibt stehen. Die anderen Mitspieler bewegen sich und versuchen, anspielbar zu sein.“

Korfball kann man nach seinen Worten überall spielen, draußen genauso wie in der Halle. „In der Halle braucht man schon einen ganz normalen Sporthallenboden. Draußen kann man auf Sportrasen, Rasen oder Asche spielen, je nachdem, was zur Verfügung steht. Was die Bekleidung anbelangt, ist ganz normale Sportkleidung angesagt.“

Wendigkeit, Schnelligkeit, eine gute Spielauffassung und Teamfähigkeit sind Eigenschaften, die ein guter Korfball-Spieler mitbringt. „Korfball macht Spaß. Der Sport ist auch reizvoll, weil Jungen und Mädchen zusammen spielen. Korfball hat in dieser Hinsicht also auch eine soziale Komponente,“ betont Heinemann, seines Zeichens studierter Pädagoge.

1963 sind sechs Lehrer aus Castrop-Rauxel ins niederländische Delft gefahren, weil sie neue Sportarten für den schulischen Sportunterricht suchten. In Delft gab es eine Schule, in der die Lehrer Korfball entdeckten und mit ins Ruhrgebiet brachten.

Ob diese Anekdote so stimmt, sei einmal dahingestellt. Fakt ist aber, daß rund 90 Leute dem Verein aus der Ruhrgebietsstadt Oer-Erkenschwick angehören. „Nur Trainieren ist langweilig,“ behauptet Heinemann. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, daß die Erwachsenen-Mannschaft in der Verbandsliga Westfalen am Ligabetrieb teilnimmt. „Bei uns in Westfalen gibt es nur 3 Ligen. Die Oberliga und die Regionalliga sind über der Regionalliga.“

Dem Verein sei auch die Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort wichtig, wie Heinemann betont. So biete man zweimal in der Woche Korfunterricht in Grundschulen vor Ort an.

Volleyball ist die Sportart, die Heinemann ursprünglich betrieb. Dann sah er eher durch Zufall, wie Korfballer trainierten. Und war total begeistert. Wer neugierig geworden ist, kann die Erkenschwicker Mannschaft im Internet unter www.ekc-phoenix07.de kennenlernen.

Zurück