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Futsal

Futsal ist die offiziell anerkannte Variante des Hallenfußballs. Sie stammt aus Südamerika. Aus Uruguay, um genau zu sein.

Futsal unterscheidet sich von den anderen Arten des Hallenfußballs vor allem durch die fehlenden Bandenbegrenzungen. Es wird generell mit 5 Spielern (auf dem Feld) auf Handballtore mit einem sprungreduzierten Ball gespielt. Dieser Ball hat einen Umfang von mindestens 62 cm bis höchstens 64 cm, ist damit also etwas kleiner als ein normaler Fußball. Der Ball hat relativ wenig Druck (0,6 bis 0,9 bar Überdruck gegenüber 1 bar Überdruck beim Standard-Fußball der Größe 5). Das Spielfeld ist 42×25 m groß, entspricht als der Größe eines Handballfeldes.

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Gewechselt werden darf unbegrenzt und fliegend; 4 Ersatzfeldspieler und 1 Ersatztorhüter stehen dafür am Spielfeldrand bereit. Der Einwurf ist durch den Einkick ersetzt. Die Spielzeit beträgt zweimal 20 Minuten. Der Strafstoß wird aus sechs Metern ausgeführt. Fouls werden restriktiv geahndet. Das Grätschen am Mann wird grundsätzlich als Foul gewertet. Dabei ist Futsal keineswegs körperlos. Bei den Fouls gibt es einige Unterschiede zum normalen Fußball. So gibt es ein kumuliertes Foul. Die Mannschaftsfouls werden (ähnlich wie beim Basketball) gezählt, wobei es ab dem fünften Mannschaftsfoul (je Halbzeit) für jedes weitere Foul einen direkten Freistoß ohne Mauer gibt, der auf den Zehn-Meter-Punkt verlegt werden darf. Nach einer roten Karte darf der betreffende Spieler nach Ablauf von zwei Minuten durch einen anderen ersetzt werden. Außerdem gilt beim Futsal eine andere Rückpaß-Regel: Der Torwart darf den Ball nur einmal berühren und dabei nur höchstens vier Sekunden kontrollieren (dazu gehört auch der Abwurf). Danach darf er den Ball erst wieder berühren, wenn zwischenzeitlich ein Gegner Ballkontakt hatte oder der Torwart sich in der gegnerischen Hälfte befindet. Der Torwart kann - wie beim Handball - durch einen weiteren Feldspieler ersetzt werden. Die Rückpaß-Regel ist dabei aber weiterhin zu beachten. Jede Mannschaft kann einmal pro Halbzeit eine Auszeit von einer Minute erhalten, wenn sie bei der folgenden Spielfortsetzung im Ballbesitz ist.

Außerdem unterscheidet sich Futsal vom klassischen Hallenfußball in der Vier-Sekunden-Regel. Für ruhende Bälle (sowie Kontrolle des Balles durch den Torwart mittels Hand oder Fuß in der eigenen Spielfeldhälfte) stehen jeweils nur vier Sekunden zur Ausführung zur Verfügung. Wird die Zeit überschritten, wechselt der Ballbesitz zur gegnerischen Mannschaft. Die Zeit wird vom Schiedsrichter angezeigt, der den Ablauf der vier Sekunden, mit nach oben gestrecktem Arm, deutlich mit den Fingern mitzählt.

Der PSV Duisburg bietet eine Futsal-Abteilung an. Er kooperiert dabei mit dem PCF Mülheim, der die Übungsleiter stellt. „Futsal ist in Duisburg noch nicht vertreten und soll noch etabliert werden,“ berichtet Alexander Prim. „Die Kooperation mit dem Futsalverein PCF Mülheim 2008 e.V. soll der Futsalsport in Duisburg bekannt gemacht, gefördert und etabliert werden.“

„Futsal ist der bessere Hallenfußball. Wer Hallenfußball mag, wird Futsal lieben,“ schwärmt er. „Alles, was in Brasilien Talent hat, kommt aus dem Futsal. Es schult Technik und den Umgang mit dem Ball. Futsal ist ein guter Schulungssport. Das Verletzungsrisiko ist gering.“

Nach seinen Worten gewinnt beim Futsal automatisch die spielstärkere Mannschaft. „Unterlegenheit kann nicht durch Aggressivität ausgeglichen werden.“

Der PCF Mülheim nimmt seit 2008 am Ligabetrieb teil. Momentan ist der Verein in der Verbandsliga, also der 2. Liga in Nordrhein-Westfalen angesiedelt. Im Jahre 2008 fand jedenfalls auch die Deutsche Futsal-Meisterschaft in Mülheim statt. Prim nahm als Zuschauer daran teil. Und war prompt begeistert davon. Als er dann einen Verein vor Ort suchte, wo er selbst Futsal spielen konnte, mußte er dann feststellen, daß es keinen gab. Der Ergeiz war geweckt. Die Folge: Zusammen mit Gleichgesinnten wurde noch im selben Jahr der PCF gegründet.

Neue Mitspieler sind in Duisburg natürlich immer gerne willkommen, auch wenn der Verein noch nicht viel Werbung für sich selbst gemacht hat, wie Prim gerne zugibt. Konditionsstark ist der idealtypische Futsal-Spieler, reaktionsschnell, technisch und taktisch intelligent. Wer sich Futsal interessiert, kann im Internet unter www.psv-duisburg.de einen ersten Eindruck davon gewinnen.

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