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Radpolo

Radpolo ist eine Sportart, die Elemente des Radballs mit Elementen des Polos verbindet. Über Entstehung und Herkunft des Radpolos ist eigentlich wenig bekannt. Sicher ist nur: Wer die meisten Tore geschossen hat, ist der Gewinner.

Radpolo ist eine Hallensportart. „Wir spielen in ganz normalen Sporthallen, in der Regel also auf einem Linoleum- bzw. Parkettboden,“ berichtet Angelika Achten vom RSV Falke Kervenheim aus Kevelaer. „Wegen der Fahrräder und möglicher Stürze ist es besser, in einer Sporthalle zu spielen, als draußen.“ Die Spielfläche ist 11 x 14 m große und durch eine schräge Bande begrenzt. Gespielt wird auf Tore, die 2 x 2 m groß sind. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Radpolo2.jpeg

Bei den Fahrrädern handelt es sich um Modelle, die den Radballrädern ähneln. Die 1 : 1 – Übersetzung bedingt, daß die Räder sowohl vorwärts wie auch rückwärts gefahren werden können. „Die Räder haben keine Schelle und kein Licht, sind also nicht verkehrstauglich,“ berichtet Achten. „Es handelt sich bei ihnen um reine Sportgeräte.“

Der Schläger besteht aus einem 1 Meter langen Holzstab oder Metallrohr. An seinem unteren Ende ist ein 4 x 4 cm großes, quadratförmiges Holzstück befestigt. Der Ball hat einen Durchmesser von 9,5 – 10,5 cm, mit Roßhaar gefüllt und mit einem Mantel aus Kunststoff versehen.

Eine Mannschaft besteht aus 2 Spielerinnen, nämlich einer Torfrau und einer Abwehrspielerin. Bei einem Angriff verläßt die Torhüterin ihr Tor und greift so aktiv in das Spielgeschehen ein. „Radpolo ist eine reine Frauensportart. Beim offiziellen Wettkampfbetrieb dürfen Männer nicht in den Mannschaften eingesetzt werden. Männer spielen Radball, Frauen Radpolo. Eine Erklärung dafür habe ich nicht,“ betont Achten. Ein Spiel dauert 2 x 7 Minuten.

Während des Spiels darf man den Boden nicht mit dem eigenen Körper berühren. Geschieht dies doch, muß man zuerst eine eigene Torauslinie überqueren, um wieder spielberechtigt zu sein. Der Schläger darf nicht höher als das Vorder- und Hinterrad gehoben werden.

Die Spielerinnen trägen knöchelhohe Schuhe, eng anliegende Sporthosen und ansonsten normale Sportbekleidung.

Kondition, ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn, Radbeherrschung, Reaktionsschnelligkeit, Kampfgeist, eine gute Augen-Hand-Koordination und gutes räumliches Vorstellungsvermögen sind Eigenschaften, die eine gute Radpolo-Spielerin mitbringt. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Radpolo1.jpeg

Die Mannschaft aus Kevelaer ist das einzige Radpolo-Team, das es am Niederrhein gibt. 9 Spielerinnen gehören ihr an. Achten selbst ist durch ihre Familie zum Radpolo gekommen. „Mein Vater war auch begeisterter Radfahrer und vereinsmäßig organisiert,“ berichtet Achten.

Radpolo ist heute eine Randsportart, die Nachwuchsprobleme hat. Viele Frauen sind berufstätig und haben Kinder. Die Mannschaft aus Kevelaer spielt in der 2. Bundesliga; Spritkosten u. ä. müssen von den Spielerinnen übernommen werden. „Wir können schon froh und dankbar sein, daß wir zuhause in Kevelaer keine Hallenmiete zahlen müssen.“

Neben der sportlichen Herausforderung begeistert Achten auch der familiäre Charakter des Sports. Hinzu kommt: „Es ist eine exotische Sportart, die nicht jeder macht.“

Wer nähere Informationen über Verein und Sportart haben möchte, kann im Internet die Startseite www.rsv-falke.repage5.de aufrufen.

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