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Motoball

Motoball ist eine Mannschaftssportart, die zu Beginn der 1930er Jahre aus Frankreich zu uns nach Deutschland gekommen ist. Man könnte sie quasi als „Fußballspiel auf Motorrädern“ bezeichnen. Wer Motoball als Sportart kennenlernen möchte, kann dies beispielsweise beim SV Bergfried Leverkusen tun.

Beim Motoball treffen zwei Mannschaften mit jeweils vier Feldspielern und einem Torwort aufeinander; je vier Auswechselspieler und zwei Mechaniker pro Mannschaft kommen hinzu. Ein Spiel dauert jeweils 4 x 20 Minuten mit jeweils einer 10-minütigen Pause dazwischen. Gewonnen hat diejenige Mannschaft, die die meisten Tore geschossen hat.

Der Torhüter spielt in einem 5,75 m großen Halbkreis, in den die Feldspieler nicht hineinfahren dürfen, den der Türhüter aber seinerseits auch nicht verlassen darf. Er ist im Gegensatz zu seinen Mitspielern nicht motorisiert.

Zwei Schiedsrichter und zwei Linienrichter, die zur besseren Erkennbarkeit ganz in weiß gekleidet sind, leiten das Spiel. Sie sollen darauf achten, daß die Regeln eingehalten werden und können die Spieler bei Regelverstößen mit einer Verwarnung, einer Zeitstrafe und einem Platzverweis bestrafen.

Ein Helm, feste Schuhe, Handschuhe, Knie- sowie Ellenbogenschoner sowie Moto-Cross-Bekleidung gehören zur Grundausstattung eines Spielers.

Bei dem Spielball handelt es sich um einen luftgefüllten Lederball mit einem Durchmesser von 40 cm und einem Gewicht von 800 bis 900 Gramm. Wird der Ball nicht mit dem Fuß, sondern mit dem Vorderrad gespielt, vom Boden hochgeklemmt und dann getragen, von zwei Spielern der gleichen Mannschaft so eingeklemmt, daß er für einen gegnerischen Spieler nicht mehr erreichbar ist, oder wird ein Gegner angegriffen, wenn er nicht im Ballbesitz ist, so ist dies ein Foul. Es wird mit einem Freistoß geahndet.

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Wie beim Fußball gibt es auch beim Motoball eine Abseitsregel. Die Spieler müssen den Ball beim Überqueren der Mittellinie abspielen. Geschieht dies nicht, gibt es einen Freistoß für die gegnerische Mannschaft.

Gespielt wird auf 250 ccm Spezialmotorrädern. „Es handelt sich dabei aber nicht um verkehrstaugliche Motorräder,“ betont Michael Obliers, seines Zeichens selbst Spieler und Abteilungsleiter der Motoball-Mannschaft bei dem rheinischen Verein. „Es fehlt alles, was kaputtgehen könnte, also beispielsweise Blinker und Spiegel. Neben einer Handbremse sind allerdings auch beidseitige Fußbremsen vorgeschrieben. Auch die Phonzahl der Auspuffanlage ist vorgeschrieben.“ Waren die Motorräder oft Selbstbauten, werden die Motorräder heute von der Firma Gasgas Motorbike hergestellt. „Eine gute Maschine kostet so um die 6.000 €. Die Kosten dafür werden in der Regel vom Verein übernommen. Inklusive Sprit und Reparaturen kommen da leicht rund 80.000 € pro Mannschaft und Saison zusammen.“

Motoball kann man sowohl auf Rasen wie auch auf Asche oder Asphalt gespielt werden. Das Spielfeld hat die Größe eines Fußballfeldes.

Obliers ist seit 1987 im Verein aktiv. „Mein Vater war selbst auch schon Motoball-Spieler,“ blickt er zurück. „Als 16jährigen bin ich dann in seine Fußstapfen getreten. Motoball ist eine schnelle Sportart, bei der es richtig zur Sache geht. Man darf keine Angst vor blauen Flecken und einem Muskelkater haben. Es ist eine zeitintensive Sportart. Man muß Zeit für das Training, die Reparatur der Maschinen sowie das eigentliche Spiel einkalkulieren. Mir persönlich gefallen die Gemeinschaft sowie der freundschaftliche und familiäre Umgang miteinander außerhalb des Spielfeldes. Beim Spiel möchte man natürlich gewinnen.“

www.svb-leverkusen.de

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