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Gorodki

Gorodki heißt eine Sportart, die aus Rußland stammt. Der Grundgedanke bei dem Spiel ist einfach beschrieben. Fünf Holzklötzen („Gorodki“ genannt) werden zu einer bestimmten Figur aufgebaut. Sie sollten mit einem Wurfstab von einer bestimmten Entfernung aus abgeräumt werden. Dieses Gesellschaftsspiel kann von einem Einzelspieler, aber auch von einer Mannschaft betrieben werden. Die Einzelspieler bzw. Mannschaften treten dabei gegeneinander an.

Das Spiel kann man im Freien betreiben. Dort kann man es auf Pflasterflächen, Asphaltflächen, Kunststofflächen, Holzflächen oder Stahlflächen spielen.

Bei schlechtem Wetter kann Gorodki natürlich auch in einer Halle gespielt werden. Dann muß der Fußboden mit einem Kunststoffmaterial, das maximal 5 mm dick ist, ausgelegt werden. Die Spielfläche muß dort natürlich markiert werden. Außerdem muß im Abstand von 4 – 5 m zur Gorodkispielfläche eine Auffangwand aus weichem Material (wie beispielsweise Sportmatten) aufgestellt werden.tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Zorbas/gorodki.jpg

Das Spielfeld besteht aus zwei gleichen Wurfbahnen, die parallel zueinander verlaufen. Die Wurfbahnen werden durch Linien markiert. Die für die Wettkämpfe vorgeschriebene Spielplatzgröße beträgt 2 x 2 Meter. Der Vorplatz ist eine markierte Fläche in Form eines Trapez (4 x 1 m) oder Vierecks (2 x1 m), die sich vor dem Platz befindet. Der „Vorplatz“ ist die Landepfläche, auf der der geworfene Stab beim ersten Wurf landen muß. Die Wurfbahn ist 2 m breit und 13 m lang. Kon heißt die Abwurfposition, die sich 13 m vom Platz entfernt befindet. Von dieser Position aus bei den Männern der erste Wurf ausgeführt. Polukon heißt die Abwurfposition auf der Spielbahn, die 6,50 m von der Grundlinie entfernt ist. Von dieser Position aus wird der zweite Wurf ausgeführt, wenn beim ersten Wurf mindestens eine Spielfigur aus dem Platz geräumt werden konnte.

Die Holzklötze werden in 15 Figuren aufgestellt. Sie heißen Kanone (пушка, puschka), Gabel (вилка, wilka), Stern (звезда, swesda), Pfeil (стрела, strela), Brunnen (колодец, kolodez), Kurbelwelle (коленчатый вал, kolentschatij wal), Artillerie (артиллерия, artillerija), Schläger (ракетка, raketka), Maschinengewehrnest (пулемётное гнездо, pulemjotnoe gnesdo), Krebs (рак, rak), Wächter (часовые, tschasowje), Sichel (серп, serp), Schießstand (тир, tir), Flugzeug (самолёт, samoljot), Brief (письмо, pismo) und Fax.

Das Bit ist der Wurfstock, mit dem die Gorodki vom Platz heraus geschlagen werden.

Als Bits können runde Stöcke aus verschiedenen Materialien benutzt werden. Die Länge ist auf maximal 100 cm begrenzt. Durchmesser und Gewicht sind beliebig wählbar.

Ein in Russland weit verbreitete Bauart von Bits ist die Verbindung von kurzen Holzteilen durch Metallhülsen. Diese Bauweise verringert die Steifigkeit eines Bits und macht ihn so flexibler als einen Stab aus einem Holzstück. Die Wucht beim Aufprall auf der Spielfläche wird durch diese Bauart gedämpft und ermöglicht so eine relativ flache Landung des Bits. Diese in Russland gebräuchlichen Bits haben Durchmesser von 40 bis 60 mm und ein Gewicht von bis zu 6 Kg und gilt als klassische Variante.


Bei uns in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Kunststoffe für die Herstellung der Bits benutzt. Diese Bits haben einen Durchmesser von 30 bis 40 mm und sind mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm wesentlich leichter als die klassische russische Variante.

Ein Gorodok wird als „ausgespielt“ bezeichnet, wenn er durch das Auftreffen des Bits aus dem Platz einschließlich seiner Markierung heraus fliegt. Falls einer oder mehrere Gorodki aus dem „Platz“ nach vorne in Richtung „Vorplatz“ herausrollen und im „Vorplatz“ liegen bleiben, gelten sie nicht als ausgespielt. Sie werden dann wieder in die Mitte des Vorplatzes gestellt und müssen mit weiteren Wurfversuchen ausgespielt werden.

Man hat ein Spiel dann gewonnen, wenn man alle Spielfiguren mit weniger Wurfversuchen als der bzw. die Gegner ausgespielt hat.

Eine spezielle Bekleidung ist bei Gorodki – zumindest im Freizeitbereich – nicht erforderlich. Nur bei Turnieren sollen die Spieler „sportlich“ gekleidet sein.

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