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Tipp-Kick

Tipp-Kick ist eine Fußball-Simulation, die es seit den 1920er Jahren gibt. Sie wurde damals von Carl Mayer aus Stuttgart zum Patent angemelde. „Deutschland ist das einzige Land, in dem es eine Tipp-Kick-Bundesliga gibt,“ berichtet Felix Lennemann, Sektionsleiter vom Deutschen Tipp-Kick-Verband.

Das Spielfeld besteht aus einer Spielplatte, zwei Toren, zwei Torhütern, zwei beliebig positionierbaren Feldspielern und einem zwölfeckigen, zweifarbigen Ball. In den Vereinen und im Spielbetrieb wird auf einer mit Filz bespannten Platte im Maßstab von 1 : 100 zum Fußballfeld gespielt. Selbst die Linien sind dabei im gleichen Maßstab angebracht. Das Spielfeld hat dabei eine Größe von 106 x 70 cm. Zumindest im Spielbetrieb gibt es auch Bande, die verhindert, daß der Ball über den Tischrand hinausfällt. Einstöße und Eckbälle sind aber möglich.

Die Spielfiguren bestehen aus Edelstahl. Sie ahmen dabei den Körper eines Fußball-Spielers nach. Auf dem Kopf  gibt es einen Druckknopf. Das linke Bein ist das Standbein; gespielt wird mit dem rechten, beweglichen Bein. Dieses Bein war früher einem menschlichen Bein nachempfunden. Heute sind es mehr oder weniger kleine Metallstangen, die verschiedene Schußtechniken ermöglichen.

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Beim Torhüter gibt es – im Gegensatz zu früheren Konstruktionen – heute keinerlei Kippmechanik mehr. Er wird vielmehr per Hand bewegt. Nach Angaben von Lennemann halten die Torhüter die Bälle in der Regel im Stehen.

Der Spielball ist zwölfeckig, besteht aus Plastik und ist zur einen Hälfe schwarz und zur anderen Hälfte weiß. Die Farbe, die gerade oben ist, bestimmt, wer gerade am Zuge ist.

Pro Spiel werden 2 x 5 Minuten gespielt. Gewonnen hat die Mannschaft, die die meisten Tore geschossen hat. Bei einem Unentschieden gibt es eine Verlängerung von 2 x 2 Minuten. Ein Tor kann von jeder Position aus geschossen werden, nur nicht bei Eckbällen und Einstößen.

Das Material, das man für das Tipp-Kick-Spielen braucht, wird von einer Firma aus Süddeutschland hergestellt und ist nach den Worten von Lennemann für wenig Geld im gut sortierten Spielwarenhandel vor Ort erhältlich.

Beim Tipp-Kick-Spiel ist nach den Worten Lennemanns das Fair-Play. Die Entscheidungen des Schiedsrichters werden akzeptiert. Streitigkeiten unter den Spielern sind nicht üblich. Reaktionsschnelligkeit, Konzentration („Tipp-Kick ist ein reiner Kopfsport.“) und ein gutes Auge für die Spielsituation sind wichtige Eigenschaften, die man mitbringen möchte, wenn man Tipp-Kick nicht nur zum Vergnügen spielen möchte. Die Schüsse können – die eigene Anschauung wird dies bestätigen – unter Umständen so schnell sein, daß nicht genau zu erkennen ist, wogegen ein Ball beispielsweise geprallt ist – war es ein Tor? Oder daneben? Oder hat er den Torhüter getroffen?

Er habe schon als Kind Tipp-Kick gespielt, und dann nach einer längeren Pause mit 24 Jahren wieder mit dem Tipp-Kick-Spiel angefangen. Das ist inzwischen rund 10 Jahre her. Nach seinen Worten kann im Prinzip jeder Tipp-Kick spielen, unabhängig von Faktoren wie Alter oder Geschlecht. „Die ältesten Spieler sind so um die 70,“ berichtet Lennemann. „Wir sehen das Spiel als Hobby an. So etwas wie professionelle Spieler, die davon leben können, gibt es nicht. Die Kosten für die Spieler belaufen sich auf kleinere Beträge: Im Mannschaftsspielbetrieb auf weniger als 100 € pro Saison, für Einzelspieler rund 5 – 10 Euro / Turnier + Spritgeld + Unterkunft (falls erforderlich),“ berichtet Lennemann.

Tippkick wird in Deutschland von etwa 65 Vereinen im Mannschaftsbetrieb und rund 400 Spielern im Einzelspielbereich betrieben. Der älteste deutsche Verein stammt aus Heidelberg. Wer Tipp-Kick kennenlernen möchte, kann dies natürlich im Internet tun. Dort gibt es sowohl den Deutschen Tipp Kick Verband (DTKV) unter der Internetadresse www.deutscher-tipp-kick-verband.de. Die Tipp-Kick-Liga kommt unter www.tippkick-liga.de hinzu.

In Duisburg kann man Tipp Kick auch bei den Duisburger HC-Blitzen kennenlernen. Hier ist Dennis Drack der Ansprechpartner. Der Internetauftritt (www.duisburger-hc-blitze.de) bietet einen ersten Eindruck. Den Verein gibt es seit 2011. Er ist momentan in der 4. Liga = Verbandsliga angesiedelt. Die momentan noch 11 Vereinsmitglieder treffen sich regelmäßig im Falkenheim, Zeppelinstraße 4 in Duisburg-Hochfeld.

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