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Mölkky

Mölkky ist eine Freizeit-Sportart, die ursprünglich aus Finnland stammt. Sie ist aber auch inzwischen bei uns in Deutschland vertreten.

Möchte man Mölkky spielen, braucht man zunächst ein zylindrisches Wurfholz (Durchmesser von ca. 55 mm, Länge 180 mm) sowie zwölf zylindrische Spielhölzer (Durchmesser von ca. 55 mm, Länge 90 mm, schräge Oberseite mit den Zahlen von eins bis zwölf gekennzeichnet). tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Zorbas/Moelkky Aufstellung.jpg

Mölkky kann prinzipiell mit einer beliebigen Anzahl an Teilnehmern gespielt werden. „Bei wenigen Teilnehmern empfiehlt sich das Einzelspiel. Ansonsten kann man Mannschaften bilden, die aus 2 – 5 Spielern bestehen,“ berichtet Tobias Schmitz vom Bonner Mölkky Club.

Zu Beginn des Spiels werden die zwölf Spielhölzer einander berührend in Form eines stumpfen Dreiecks aufgestellt, das mit seiner „niedrigen“ Spitze zur Wurflinie zeigt. Auch die angeschrägten Nummernflächen sind zur Wurflinie hin ausgerichtet. Dabei ist eine bestimmte Reihenfolge der Nummerierung einzuhalten. Die Wurflinie ist drei bis vier Meter von den vorderen Hölzern entfernt.

Nach jedem Wurf werden die Trefferpunkte nach einem bestimmten Schema ermittelt. Dabei werden als „gefallene Hölzer“ nur solche gezählt, die nicht auf einem anderen oder dem Wurfholz aufliegen. Fällt nur ein Holz, erhält der Spieler so viele Trefferpunkte wie das jeweilige Holz repräsentiert (eins bis zwölf). Fällt mehr als ein Holz, erhält der Spieler als Trefferpunkte die Anzahl der gefallenen Spielhölzer (zwei bis zwölf) – also unabhängig von den auf den Hölzern stehenden Zahlen. Fällt kein Holz, erhält der Spieler null Punkte und den Vermerk eines Fehlwurfes. Als Fehlwurf zählt ebenfalls ein Übertreten der Wurflinie. Drei Fehlwürfe in Folge führen zum Ausscheiden des Spielers bis zum Spielende.

Die Trefferpunkte jedes Spielers werden zu seinem bisherigen Punktestand addiert. Erreicht ein Spieler dabei exakt fünfzig Punkte, gewinnt er. Das Spiel ist beendet. Übersteigt dagegen die Addition die 50-Punkte-Marke, so wird der Punktestand auf 25 zurückgesetzt und regulär weitergespielt. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Zorbas/Moelkky in Bonn.jpg

Um das Spiel fortzusetzen, werden nach jedem Wurf die gefallenen Hölzer an exakt der Stelle wieder aufgestellt, an der sie zum Liegen gekommen sind. Dann wirft der nächste Spieler.

Das Spiel wird im Freien gespielt. Man braucht dafür eine größere Freifläche, da sich das Spielfeld im Verlauf des Spieles erheblich ausdehnen kann. Ein spezielles Spielfeld ist nicht erforderlich. Ein nicht zu fester Sandboden oder Rasen mit einer ebenen Fläche ist jedoch ideal für den Spielverlauf. „Wichtig ist, daß die Hölzer einen festen Stand haben und auch wegrollen können. Es empfiehlt sich eine Spielfläche von 10 x 10 Meter,“ berichtet Schmitz.

Zu Beginn wird zwar nur ein überschaubares Areal von ca. zwei mal drei Metern benötigt; da die gefallenen Spielhölzer jedoch an der Stelle wieder aufgestellt werden, an der sie nach dem Wurf liegen geblieben sind, ist eine Ausdehnung auf zehn mal fünfzehn Meter nicht außergewöhnlich.

Man braucht die Fähigkeit, einen 250 g schweren Gegenstand einigermaßen zielsicher zu werfen. Treffsicherheit und eine gute Augen-Hand-Koordination sind darin eingeschlossen. Weitere Eigenschaften sind nach Einschätzung von Schmitz nicht nötig.

„Der Reiz des Spiels besteht darin, daß man das Wurfholz nicht so präzise werfen kann, daß man nur seine Nummer trifft. So zielt man auf die 6, weil man 44 Punkte hat. Das Holz kommt aber vorher auf, verspringt und trifft die 8. So fällt man dann wieder auf die 25 zurück.,“ beschreibt Schmitz, was ihm persönlich an Mölkky gefällt. Daß auch das soziale Miteinander hinzukommt, soll an dieser Stelle natürlich nicht verschwiegen werden.

Dem Bonner Verein gehören derzeit 18 Mitglieder an. „Zu dem Training kommen aber unter Umständen schon mal 30 Leute, also auch Spieler, die dem Verein nicht angehören,“ berichtet Schmitz. Er ist aus einer privaten Initiative der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Bonn heraus entstanden. Einige der Finnen, die dieser Gesellschaft angehören, spielten Mölkky. Sie infizierten dann auch einige deutsche Mitglieder mit dem Mölkky-Virus.

„Mölkky ist eine Abwandlung der sehr alten Tradition des Finish Skittle. Mölkky ist im Grunde die Jedermannversion dieses traditionellen Sports der Finnen,“ betont Schmitz. „Man braucht nur ein Mölkkyset, das man im Internet für rund 30 Euro bekommt. Der einzelne Spieler benötigt nichts weiter als gute Laune. Andere Hilfsmittel – abgesehen von einem Notizblock zum Punktezählen – werden nicht benötigt.“

„Wir haben schon zweimal an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen und lagen beide mal im Mittelfeld,“ berichtet Schmitz. Die deutsche Meisterschaft ist eine offene Meisterschaft, wird also von keinem Verband getragen. Es gibt darüber hinaus noch eine Norddeutsche Meisterschaft und kleinere inoffizielle Spielertreffen. „Hier im Rheinland sind wir konkurrenzlos,“ erwähnt Schmitz so ganz nebenbei. „Mir ist jedenfalls keine andere Mannschaft bekannt, die Mölkky spielt.

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