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Shuffleboard

Shuffleboard heißt eine Sportart, die aus England zu uns gekommen ist. Sie wird beispielweise in einer eigenen Abteilung des Osterather SV Meerbusch 18/78 betrieben.

Beim Shuffleboard treffen zwei Spieler aufeinander. Sie „schieben“ mit Hilfe eines sogenannten Cues, einer Art „Schieber“, runde Scheiben (Disks) auf die gegenüberliegende Seite eines rechteckigen Spielfeldes. Diese Disks sollen auf markierten, möglichst hohen Punktefeldern liegenzubleiben.

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Disks dürfen, wie beim Curling oder Eisstockschießen auch, mit einer eigenen Disk aus dem Dreieck herausgeschossen oder in andere Punktefelder verschoben werden.  Wird eine Scheibe zu kurz gespielt, bleibt sie nicht etwa liegen, sondern wird sofort entfernt. Es werden nur die Disks gewertet, die keine der die Punktefelder begrenzenden Linien berühren.

Man kann sich das Spielfeld von der Form her wie einen langen Schlauch vorstellen. Die Spielfläche ist 15,85 m lang und 1,83 m breit. In Deutschland wird zumeist auf (abbaubaren) Kunststoff-Bahnen gespielt. Auf jeder Seite dieser Bahn ist dabei ein in sich unterteiltes Dreieck mit Farbe aufgezeichnet, in dem verschieden hohe Punktzahlen vermerkt sind. Dabei zeigt die Spitze des Dreiecks stets zu der Seite, von der aus die Spieler die Scheiben „schießen“. In dieser sehr schwierig zu treffenden Spitze ist auch die höchste Punktzahl „10“ vermerkt, je breiter vom Spieler aus nach hinten das Dreieck wird, desto geringer werden auch die zu erreichenden Punkte. Zu weit sollte jedoch beim Shuffleboard nicht katapultiert werden, da unmittelbar hinter den Pluspunkten noch ein weiterer Streifen aufgezeichnet ist, auf dem Punkte wieder abgezogen werden. Erreicht werden können zehn, acht, sieben und minus zehn Punkte.

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Beim Shuffleboard gibt es zwei Spielvarianten. Bei der einen Spielvariante wird solange gespielt, bis eine bestimmte Punktzahl erreicht ist – in der Regel 75.

Bei der zweiten Variante ist das Match beendet, wenn eine bestimmte Zahl von Spielen, die sogenannten „Frames“ abgeschlossen ist. In diesem Fall hat der Spieler mit dem höheren, zusammengezählten Endergebnis gewonnen.

Jeder Spieler benötigt jeweils ein Cue sowie vier Disks.

Der Cue ist ein max. 1,905 m langer Stab, an dessen Ende, wie der Buchstabe U geformt, sich ein halbkreisähnliches Element befindet, das die zu beschleunigenden Disks perfekt aufnehmen kann.

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Die Disks sind mit max. 2,54 cm flach und haben einen Durchmesser von 15,24 cm. Die Masse beträgt zwischen 325 und 425 Gramm.

Shuffleboard ist im Grunde eine Hallensportart. Was daran liegt, daß „in jedem Fall ein absolut ebener Untergrund erforderlich ist,“ wie Sebastian Runge von dem Meerbusch betont. Eine spezielle Ausrüstung ist nach seinen Worten nicht erforderlich. Bei dieser „Präzisionssportart“ (wie Runge es nennt) sind eine gute Hand-Auge-Koordination, taktisches Verständnis sowie ein Auge für die Situation erforderlich. Ansonsten ist Shuffleboard eine Freizeitsportart für Spieler in jedem Alter.

Der Meerbuscher Verein ist nach Einschätzung von Runge der einzige Verein im Rheinland, in dem Shuffleboard gespielt wird. Rund 30 Mitglieder gehören der Abteilung an. Mangels einer eigenen Spielstätte nutzt man das Vereinsheim des Kleingartenvereins Meerbusch-Osterath 82 auf der Insterburger Straße.

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Runge ist dreimaliger deutscher Shuffleboard-Meister und auch Präsident des Deutschen Shuffleboard-Verbandes (www.shuffleboarder.de). Er fand im Jahre 2006 seinen Weg zu dieser unbekannten Sportart. „Ich habe früher Fußball gespielt,“ blickt Runge zurück. „Ein Schulfreund, der mit mir im Verein spielte, lernte dann Shuffleboard im Urlaub kennen. Wieder zuhause, suchte er dann einen Verein, wo man Shuffleboard spielen kann.“ Und fand prompt eine Marktlücke – es gab keinen. Also gründete man den Verein in Meerbusch, aber auch so ganz nebenbei den deutschen Verband. Seit Ende 2005 ist Heinz-Dieter Hußmann Präsident des Nationalverbandes.

Das Ranglistenturnier „Meerbusch Shuffleboard Open“ findet regelmäßig im Juni eines jeden Jahres statt. Es gehört damit zu den regelmäßigen Veranstaltungen in der Szene.

„Shuffleboard ist eine familienfreundliche Sportart. Es wird nie langweilig. Man muß sich körperlich nicht verausgaben. Es ist auch viel Taktik dabei,“ beschreibt Runge, was ihm an dem Sport gefällt.

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