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Eisstockschießen

Eisstockschießen ist eine Sportart, die aus Österreich zu uns gekommen ist. Frank Pieper leitet die Eisstockschießen-Abteilung beim Duisburger Sportclub Kaiserberg 1947.

Eisstockschießen ist eine Mannschaftssportart für jeweils 4 Spieler pro Mannschaft. Es spielen jeweils 2 Mannschaften gegeneinander. Das Ziel besteht darin, den Stock der eigenen Mannschaft möglichst nahe an den Zielpunkt zu bringen und Punkte dafür zu erhalten. „Es werden 6 Durchgänge gespielt. Wer danach die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel,“ berichtet Pieper.

Die Zählweise ist dabei sehr einfach. Für den Stock, der am nächsten zum Zielpunkt liegt, erhält man 3 Punkte. Sind noch weitere Stöcke der eigenen Mannschaft näher am Zielpunkt als Stöcke der gegnerischen Mannschaft, so erhält man 2 Punkte dafür. So sind mindestens 3 Punkte und maximal 9 Punkte für die gewinnende Mannschaft pro Durchgang möglich. Mit dem Zählen wird allerdings aufgehört, sobald ein Stock der gegnerischen Mannschaft näherplatziert als der eigene Stock ist.

Beim Eisstockschießen ist die Fläche, auf der gespielt wird, 3 m breit und 6 m lang. Der Zielpunkt ist etwa 5 m von der Abspielstelle entfernt; es handelt sich dabei um einen runden, schwarzen Kreis aus Plastik. Der Stock besteht aus drei Teilen, dem Stiel, dem Stockkörper und der Laufsohle. Der Stockkörper wiegt 3,83 kg. Bei den Laufsohlen gibt es Sommer- und Winterlaufsohlen. Die Sommerlaufsohlen bestehen aus Kunststoff, die Winterlaufsohlen aus Gummi. Die Stöcke haben einen Durchmesser von 27 cm und eine Höhe von etwa 30 cm. „Ein Spiel dauert etwa 30 Minuten,“ schätzt Pieper.

„Eisstockschießen wird im Winter auf Eis gespielt, vorzugsweise in Eishallen, da in unseren Regionen kaum Natureis zur Verfügung steht,“ berichtet Pieper. „Im Sommer spielt man auf Asphalt- oder Betonplätzen. Dafür sind schon möglichst ebene Parkplätze geeignet.“ Die Duisburger Mannschaft spielt im Winter in der Eissporthalle auf der Margarethenstraße und im Sommer auf der Inline-Speedskating-Bahn vor der Tribüne der Regattabahn.

Eine spezielle Bekleidung oder weitere Hilfsmittel sind beim Eisstockschießen nicht erforderlich. Man sollte aber schon die Temperatur einer Eishalle bedenken – sie können naturbedingt durchaus niedriger sein als im Freien. Um Stürze und damit Verletzungen zu vermeiden, gibt es eigene Überzieher für die Schuhe. Ihre Sohle ist aufgeraut und verhindert so ein Ausrutschen.

Konzentration, Ausdauer, Teamgeist, räumliches Denken, taktisches Verständnis und Freude an der Bewegung sind Eigenschaften, die ein guter Eisstockspieler mitbringen sollte. „Jung und Alt, Anfänger und Fortgeschrittene können zusammen in einer Mannschaft spielen. Man kann neue Mitglieder leicht integrieren,“ schwärmt Pieper für den Sport.

25 Mitglieder gehören der Eisstocksport-Abteilung des DSC an; 15 von ihnen sind aktive Spieler.

In Nordrhein-Westfalen gibt es 12 aktive Vereine, die am Spielbetrieb teilnehmen. Der Schwerpunkt des Eisstockschießens liegt aber eindeutig in Bayern, wie Pieper betont. Bundesweit sind nach seinen Angaben rund 50.000 Spieler aktiv. Es gibt Meisterschaftsspiele in unterschiedlichen Ligen und Pokalspiele, ähnlich wie im Fußball. „Daneben gibt es aber auch Freundschaftsturniere, zu denen sich alle Mannschaften anmelden können,“ berichtet Pieper. „Da der Sport in ganz Deutschland betrieben wird, sind wir auch von Nord bis Süd unterwegs und treffen dabei alte Freunde wieder und machen neue Bekanntschaften.“

Dieses Video zeigt eine Spielszene, wie sie für das Eisstockschießen typisch ist.

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