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Karate

Karate ist eine Kampfsportkunst, die im 19. Jahrhundert in Japan entstanden ist. In den `50er Jahren lernte der deutsche Judoka Jürgen Seydel in Frankreich kennen und war begeistert davon. Zurück in Deutschland eröffnete er die erste Karate-Schule überhaupt. Der erste Karate-Verein, der „Budokan Bad Homburg“, wurde in jenem Bad Homburg vor der Höhe gegründet, in dem auch Elvis Presley während seiner Armeezeit in Deutschland trainiert. Das war im Jahre 1957. Der Deutsche Karate Bund als Dachorganisation der Karate-Sportler kam dann im Jahre 1961 hinzu.

„Karate ist ein waffenloser Kampf, bei dem ich den Gegner nicht berühre“, beschreibt Klaus Wiegand die Sportart. Doch damit beginnt auch schon die Schwierigkeit, den Sport richtig und korrekt zu beschreiben. Verfolgt man die Literatur und auch die Entwicklung in den Vereinen, sieht man schnell die Entwicklung, wie sich Karate auseinanderentwickelt.

Bei der Richtung, wie sie Wiegand ausübt, geht es um die reine Version, bei der der Gegner eben nicht berührt wird. „Ich darf mit meinem Fuß zum Kopf des Gegners, ohne ihn zu berühren“, beschreibt Wiegand „seine“ Richtung. Es wird dabei 1 Runde zu 2 Minuten gekämpft.

Bei der Sportkarate kommt es dagegen darauf an, möglichst viele Körperkontakte und damit auch dementsprechend viele Punkte zu machen. Hier hat gewonnen, wer die meisten Punkte gemacht hat.

Im Karate gibt es offene wie defensive Techniken. Die offensiven Techniken umfassen Stöße mit den Händen, Fäusten und Beinen sowie Tritte und Armhiebe. Mit den defensiven Techniken werden sie abgewehrt. „Wettkämpfe bestehen entweder aus einer Reihe von Kata-Formen, bei denen verschiedene Techniken gezeigt werden, oder aus freiem Sparring“, berichtet Wiegand. Kata ist ein stilisierter und choreographierter Kampf. Er wird nach einem festgelegten Muster gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner gekämpft.

Karate ist eine Sportart, die in der Regel in der Halle ausgeübt wird; theoretisch kann man Karate auch – beispielsweise – auf einem Rasenplatz betreiben. Man kann Karate auf reinem Parkett-Boden kämpfen; oft gibt es aber spezielle Matten aus gepreßtem Schaumstoff, die vor Verletzungen schützen sollen.

Jeder Karateka trägt spezielle Sportbekleidung, die aus einer einfachen an der Hüfte geschnürten weißen Hose aus Baumwolle und einer Jacke aus dem gleichen Material besteht. Gehalten wird die Jacke (meist neben einer leichten Schnürung) durch einen gefärbten Gürtel. Es wird grundsätzlich barfuß trainiert und gekämpft. „Karate ist ein billiger Sport. Wenn man zwei gute Anzüge hat, kommt man damit 10 Jahre aus, “ berichtet Wiegand. 150 € muß man aber schon für einen guten Anzug hinblättern.

Fahrtkosten kommen nur im überschaubaren Rahmen auf die Karate-Sportler zu. Die Karate-Bundesliga gab es nur bis zum Jahre 1985. Momentan gibt es – auf Mannschaftsebene – Vergleichskämpfe; auf der nationalen Ebene kommen beispielsweise Nachwuchsturniere, Meisterschaften, Cups usw. hinzu.

Im Training nutzen die Karate-Sportler Sandsäcke für Fußtritte sowie Makiwara. Makiwara sind spezielle Schlagpolster für Schlagübungen.

Wiegand ist nach eigenen Angaben seit 1966 ein karatebegeisterter Sportler. „Ich habe praktisch als Jugendlicher damit angefangen.“ Der inzwischen 60jährige ist dabei nicht nur aktiver Sportler. So ganz nebenbei arbeitet der gelernte Ofen- und Luftheizungsbauer auch als 1. Vorsitzender des Landesverbandes NRW vom Deutschen Karatebund. „Der japanische Großmeister Hideo Ochi hat Karate in den `70er Jahren bei uns in Deutschland bekannt gemacht. Man kann ihn als einen der Mit-Begründer des Karate ansehen, “ blickt Wiegand zurück. „Ich bin der einzige, der noch Kontakt zu Ochi hat.“

„Man kann Karate bis ins hohe Alter betreiben“, erzählt Wiegand, bevor er selbst ein paar Übungen vormacht. Beweglichkeit, Muskulatur, ein Distanzgefühl und Reaktionsvermögen müsse man als Karate-Sportler schon mitbringen. „Atmung, Körperhaltung und Körperspannung sind wichtig. Die Anspannung der Muskeln ist wichtig, um die Übungen und Bewegungen machen zu können. Ohne Atmung und Haltung läuft nichts. Wer nur haut, hat Karate nicht verstanden. Man kann bei Karate total entspannen.

Der KarateNW wurde am 15.08.1995 als freier und unabhängiger Fachverband für traditionelles japanisches Karate gegründet, wie er in seinem Internetauftritt berichtet. Die Zugehörigkeit der Mitgliedsvereine zu einem bestimmten (Bundes-) Dachverband wird demzufolge vorgeschrieben. „Die Entscheidung darüber obliegt, genauso wie die zeitgleiche Mitgliedschaft in anderen Landesverbänden, allein bei den Vereinen“, betont der Verband. Der KarateNW ist Mitglied im Dachverband für Budotechniken NW e.V. (DBNW). Dieser Verband ist Mitglied des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen e.V. Der KarateNW ist anerkannter Fachverband für Karate innerhalb des DBNW. Sitz des KarateNW ist Bochum. Die Finanzierung des Verbandes erfolgt aus Beiträgen der Mitgliedsvereine.

Der Tätigkeitsbereich des Karate-Verbandes Nordrhein-Westfalen beschränkt sich auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Eines der Hauptanliegen des Verbandes ist es, das Image des Karate zu fördern und zu verbessern. Der KarateNW sieht sich nach eigenen Angaben als Akteur und zugleich als unterstützende Kraft hinter den Mitgliedsvereinen.

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