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Mongolisches Ringen

Das Mongolisches Ringen ist eine jahrhundertealte traditionelle Kampfsportart der Männer in der Mongolei (Äußere Mongolei) und im nördlichen China (Innere Mongolei). Neben dem Pferdereiten und Bogenschießen zählt es zu den drei „männlichen Disziplinen“ der Mongolen.

Das Ziel besteht darin, seinen Gegner dazu zu bringen, mit Rücken, Knien oder Ellenbogen den Boden zu berühren. In der Variante aus der Inneren Mongolei genügt das Berühren des Bodens mit einem beliebigen Körperteil außer den Fußsohlen. Gewichtsklassen sind unbekannt, gekämpft wird nach dem K.-O.-System.

Während sich die äußer- und innermongolische Version des Ringens in vielen Techniken gleichen und auch beide das Würgen und Schlagen des Gegners verbieten, gibt es aber Abweichungen, wenn es um Details geht. Die Regeln der innermongolischen Spielart erlauben es beispielsweise nicht, die Beine des Gegners mit den Händen zu berühren.

Die Kämpfer tragen beim Kampf eine besondere Art von Jacke mit langen Ärmeln und offener Brust. Einer Geschichte zufolge war die Brust ursprünglich geschlossen. Nachdem aber angeblich eine verkleidete Frau alle männlichen Ringer besiegte, wurde die Tracht modifiziert, um solchen Ereignissen in Zukunft vorzubeugen. Getragen werden oft auch die traditionellen mongolischen Stiefel.

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Zum Kampf gehört auch ein kurzes Ritual, bei dem die Ringer die Arme wie Vogelschwingen ausstrecken. Der Verlierer muß am Ende des Kampfes zum Zeichen seiner Unterlegenheit unter den Armen des Siegers hindurchgehen.

Das Mongolische Ringen ist noch nicht bei uns in Deutschland angekommen. Zumindest ist der Deutsch Mongolischen Gesellschaft in Bonn nichts davon bekannt, wie die telefonische Nachfrage ergibt. Wer trotzdem einen Eindruck davon bekommen möchte, sei an das Internetportal Youtube verwiesen; dort gibt es eine gute Beschreibung der Sportart.

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