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Tauziehen

Tauziehen ist eine alte Mannschaftssportart. Dabei geht es um das Kräftemessen zweier Mannschaften. Je eine Mannschaft zieht an einem Ende des Taus. Gewinner ist, wer die gegnerische Mannschaft über die Mittellinie zieht.

Bei Wettkämpfen stehen sich jeweils acht Athleten in verschiedenen Gewichtsklassen gegenüber. Wobei das Gesamtgewicht der Gruppe zählt, “ wie Jürgen Stickelbrock vom 1. Nettetaler Highlander Verein, wo beispielsweise auch Tauziehen betrieben wird, betont. Die Schuhe der Athleten dürfen keine Metallspitzen aufwiesen. Eine Metallplatte von drei Millimetern darf aber am Schuhabsatz angebracht sein. Den Athleten ist es nicht gestattet, Handschuhe zu tragen. Sie dürfen jedoch Harz auf ihre Hände auftragen, um den Griff zu erleichtern. Das Wettkampfseil besteht aus Hanf, Sisal oder Kunstfaser, ist mindestens 33,5 m lang und hat einen Umfang von 100 – 125 mm. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Zorbas/tauziehen Damen.jpg

Ein Wettkampf besteht aus drei Zügen. Nach jedem Zug wechseln die Mannschaften die Seite. “Gewinnt eine Mannschaft die ersten beiden Züge, erfolgt kein dritter Zug, “ ergänzt Stickelbrock.

Zu Beginn fragt der Schiedsrichter, ob die beiden Mannschaften bereit sind. Mit der Aufforderung „Seil auf!“ beginnt dann der eigentliche Kampf. Das am Boden liegende Seil wird aufgenommen. „Spannen!“ Auf diese Aufforderung hin schlagen die Tauzieher einmal den Absatz der Schuhe in den Boden und spannen das Seil in Hüfthöhe. Es führt zu einer Verwarnung des jeweiligen Tauziehers, wenn der seinen Fuß mehrmals in den Boden schlägt. Das Seil wird vom Kampfrichter solange ausgerichtet, bis sich die Mittelmarkierung am Seil genau über der am Boden angebrachten Linie befindet. Sobald dies geschehen ist, erfolgt das Kommando „Fertig!“. Die Tauzieher bleiben in ihrer Haltung und konzentrieren sich auf den Start. Gibt der Kampfrichter das Kommando „Pull!“, beginnen die Mannschaften zu ziehen.

Auch beim Tauziehen gibt es Regelverstöße, die zu Verwarnungen führen. Das Abstützen auf dem Boden mit der Hand oder das Sitzen auf dem Boden bzw. dem Schuh des Hintermannes sind Beispiele dafür.

Der nationale deutsche Verband, der die Interessen des Sportes in der Öffentlichkeit vertritt, ist der Deutscher Rasenkraftsport- und Tauziehverband (www.drtv.de). Er organisiert sowohl die Bundesliga wie auch den Bundeskader.

Nach Stickelbrocks Worten ist Tauziehen „eine sehr taktische Sportart. Wichtig ist aber, daß alle gleichzeitig ziehen. Das Seil sollte möglichst eine Linie bilden. So ziehen alle Athleten in die gleiche Richtung und haben eine optimale Kraftausnutzung. Der Körper sollte beim Ziehen ebenfalls eine gestreckte Haltung einnehmen, um den Schwerpunkt nach hinten zu verlagern und somit viel Kraft ans Seil zu bringen, Bewegung gleich Kraftverlust. Jeder Athlet in der Mannschaft sollte immer die gleiche Haltung haben. Jede Aktion sollte gemeinsam und gleichzeitig ausgeführt werden.“

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