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Standhochsprung

Als Standhochsprungbezeichnet man Hochsprung ohne Anlauf. Er wind also aus dem Stand durchgeführt. Der Standhochsprung gehört wie der Standweitsprung und den Standdreisprung zu den Standsprungwettbewerben und damit zur Leichtathletik. Von 1900 bis 1912 war die Disziplin olympisch. Gesprungen wird durchschnittlich zwischen 1,00 und 1,50 m.tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Standhochsprung.jpeg

Es gibt zahlreiche Techniken für den Standhochsprung. Am häufigsten stellt man sich mit bestimmtem Abstand vor die Latte, holt Schwung mit den Armen, geht leicht in die Hocke und springt. Beim Springen sollte man die Beine anheben und die Arme sollten nach oben gehoben werden.

Diese Technik ist weit verbreitet und wird oft zuerst erlernt. Der Nachteil ist jedoch, daß man nicht besonders hoch springen kann.

Aus diesem Grund verwendeten die Standhochspringer bei den Olympischen Spielen eine andere Technik. Es ist effizienter, wenn man seitlich zur Latte steht. Dann holt man mit den Armen viel Schwung. sind die Arme hinter dem Rücken, geht man leicht in die Hocke. Nun springt man über die Latte, indem man den Oberkörper in senkrechter und die Beine in waagrechter Position über die Latte hebt. Zuerst sollte ein Bein (waagrecht) über die Latte gehoben und anschließend sollte das zweite Bein nachgezogen werden. Die Arme können hierbei nach oben gehalten werden.

„Bei den Massai gibt es eine andere Art des Standhochsprungs,“ berichtet Tole Kalenda. Die Kenianerin gehört selbst diesem Stamm an, lebt aber inzwischen mit ihrem Ehemann in Duisburg.

„Die jungen Männer springen dabei so hoch wie möglich auf einer Stelle. Sie zeigen so ihre Stärke,“ erzählt sie. Die Sprungtechnik ist dabei ziemlich einfach. Während des Sprunges bleiben die Arme dicht am Körper, gesprungen wird quasi aus der Hocke heraus, die Beine sind leicht nach hinten angewinkelt. So sind Sprünge bis zu einer Höhe von 70 cm und mehr möglich.

Nach Einschätzung von Kalenda kann im Prinzip jeder Mann diese sportliche Leistung erbringen. Eine besondere Bekleidung ist dafür nicht erforderlich; die Massai tragen allerdings ihre eigene Bekleidung, inklusive von Körperbemalung. „Man kann die Sprünge überall ausführen. Eine besondere Vorbereitung oder Hilfsmittel sind nicht erforderlich.“

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Wer gerne Bilder von dem Springen der Massai sehen möchte, kann dies bei YouTube tun. Peter Menzel hat dort den Beitrag „Kenia – Tanz und Gesang der Massai“ veröffentlicht.

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