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Kraftdreikampf

Der Kraftdreikampf ist als Wettkampfsportart der Schwerathletik zugeordnet. Der Dreikampf ist mit dem Gewichtheben vergleichbar. Er besteht aus den drei Disziplinen Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben. Bei Wettkämpfen werden die Übungen in genau dieser Reihenfolge durchgeführt. Die Wurzeln der Sportart liegen in den USA.

Die Kniebeuge wird mit einer Langhantel durchgeführt. Die Langhantel wird aus den Ständern in Schulterhöhe herausgenommen. Der Versuch startet mit der aufrechten Position des Hebers. Dabei befindet sich die Hantel mit dem Gewicht auf den Schultern des Gewichtdreikämpfers. Auf den Kampfrichterbefehl „Beugen“ hin beginnt der Versuch. Der Heber beugt die Knie und senkt den Oberschenkel in die Hocke, bis sich das Hüftgelenk leicht unter der parallelen Position zum Knie befindet. Der Heber kehrt dann in die aufrechte Position zurück. Der Kampfrichter gibt nun den Befehl „Ablegen“, woraufhin der Sportler die Hantelstange wieder in den Ständer zurücklegt.

Das Bankdrücken wird auf einer Bank durchgeführt. Die Langhantel ruht auf deren Ständer. Der Sportler liegt mit dem Rücken auf der Bank und ergreift mit beiden Händen die Hantel. Er hebt die Hantel aus den Ständern. Die Stange muß dabei so gehalten werden, daß Finger und Daumen einen geschlossenen Griff ergeben. Die maximale Griffbreite von 81 cm durch nicht überschritten werden. Die Hantel muß so lange mit gestreckten Armen ruhig gehalten werden, bis der Hauptkampfrichter das Startsignal gibt. Anschließend senkt der Sportler die Hantel auf die Brust ab, bis die Hantel die Brust berührt. Nach einer deutlich sichtbaren Pause und dem Kampfrichtersignal wird die Hantel wieder nach oben gedrückt. Hält der Athlet die Hantel wieder ruhig in den Händen und erfolgt das Abschlußsignal, wird die Hantel wieder in die Ständer zurückgelegt.

Beim Kreuzheben liegt die Langhantel vor den Füßen des Kraftdreikämpfers. Die Hantel muß mit beiden Händen gefaßt werden. Dabei wird sehr oft der Kreuzgriff benutzt. Eine Hand greift dabei von vorne und die andere Hand von hinten um die Stange. Beim Kreuzheben gibt es kein Startsignal. Ist der Athlet bereit, richtet er sich auf und zieht dabei die Hantel mit, bis der ganze Körper gestreckt ist und die Knie durchgedrückt sind. Erfolgt das Kommando „Ablegen“ des Hauptschiedsrichters, führt der Athlet die Hantel wieder kontrolliert zu Boden.

Beim Kraftdreikampf wird dasselbe Hantelmaterial wie beim Gewichtheben benutzt. Die Athleten sind mit einem Gewichtheberanzug, Sportschuhe, evtl. einen Gewichthebergürtel und Bandagen.

Gewichtdreikampf ist eine Hallensportart. Der eigentliche Wettkampf wird auf einer Heberplattform durchgeführt, die mit einem Teppichbelang ausgestattet ist. „So soll verhindert werden, daß die Sport wegrutschen,“ berichtet Günter Runniger vom Verein Powerlifting Duisburg.

Nach seinen Worten sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich, um den Sport durchführen zu können. „Jeder kann es machen, unabhängig von Faktoren wie Alter und Geschlecht,“ betont Runniger, der in seinem Hauptberuf als Elektriker arbeitet und so ganz nebenbei auch Landessportwart für Kraftdreikampf ist. „Man muß allerdings in der Lage sein, sich zu quälen. Man braucht Disziplin, um das Training zu absolvieren. Fleiß und Geduld sind da schon sehr entscheidend. Eine besondere Beweglichkeit, gesunde Muskulatur oder Belastbarkeit der Gelenke sind nicht unbedingt erforderlich. Die Belastung der Gelenke wird durch die Arbeit der Muskel aufgefangen.“ Der ideale Kraftdreikämpfer hat nach seinen Worten eine Körpergröße von 1,70 – 1,85 Metern.

„Man kann den Sport bis ins hohe Alter durchführen,“ berichtet Runniger. „Mir persönlich gefällt das persönliche Umfeld. Das Verletzungsrisiko ist beim Kraftdreikampf eher gering. Wenn ich meine Grenzen kenne und nicht übertreibe, kann nur wenig passieren.“

Den Duisburger Verein gibt es seit 1983. Rund 30 Mitglieder gehören ihm an, von denen rund 20 aktiv sind – „auf höchstem Niveau“, wie Runniger betont. Diverse Deutsche, Welt- und Europameisterschaften konnten die Vereinsmitglieder bislang erreichen.

Da der Verein keine eigene Trainingshalle hat, ist man bei einem Homberger Verein untergeschlüpft. Was allerdings nicht heißt, daß auch alle Kraftdreikämpfer auch dort trainieren. „Sie trainieren teilweise in anderen Städten oder in privaten Räumen.“

Wer an weiteren Informationen interessiert ist, kann sie im Internet unter http://www.powerliftingduisburg.de/ erhalten.

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