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Indiaca

Indiaca ist eine Sportart aus Brasilien. Sie hat eine große Ähnlichkeit mit dem Volleyball.

Das Spielfeld besteht aus einem Rechteck, das 16 x 6,10 m groß ist. Ein Netz teilt es in zwei Hälften ein; die Netzhöhe liegt bei 235 cm. Eine Mannschaft besteht aus 5 Spielern. Das heutige Indiaca ist ein 25 cm großer „Federball“. Er besteht aus einem abgeflachten Schlagpolster, einem Verbindungsstück und 4 Führungsfedern. Diese Führungsfedern bewirken, daß der Ball immer schlaggerecht mit dem gepolsterten Boden voran auf den Mitspieler bzw. Gegner gespielt. Der Indiacaball wird mit der flachen Hand gespielt. Eine besondere Ausrüstung ist hier als nicht erforderlich. Ganz normale Sportbekleidung reicht in der Regel aus.

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Der Spielablauf ähnelt dabei sehr dem Volleyball. Der Ball wird durch einen Aufschlag ins Spiel gebracht. Jede Mannschaft darf den Ball maximal dreimal mit der Hand bzw. dem Arm bis zum Ellebogen berühren und muß ihn spätestens dann ins gegnerische Feld schlagen, ohne daß der Ball dabei den Boden berührt. Der Aufschlag, das Zuspiel von unten, das Zuspiel von oben, das Schmettern und das Blocken sind Spieltechniken, die sowohl beim Indiaca wie beim Volleyball vorkommen. Begeht eine Mannschaft einen Fehler, bekommt die andere Mannschaft einen Punkt und das Aufschlagrecht. In der Regel werden Sätze bis 25 Punkte gespielt. Es wird auf drei Gewinnsätze gespielt.

Wer das Indiacaspiel einmal live erleben möchte, kann das in Mühlheim beim TV Einigkeit 06 tun. Der Verein ist im Internet unter www.tv-einigkeit-06.de und www.tve06.de zu erreichen.

Rund 15 aktive Spieler und 15 Hobbyspieler sind dort organisiert. Momentan spielt der Mülheimer Verein in der Oberliga. Dies ist die oberste Liga, die vom Deutschen Turnerbund organisiert wird. Der vierte Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2011 ist der bislang größte Erfolg der Mannschaft.

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Sprungkraft, Reaktionsschnelligkeit, Schnelligkeit, Größe und Schlagkraft sind nach den Worten von Mark Wanners vom TV Einigkeit 06 gute Voraussetzungen, um Indiaca spielen zu können. „Es wäre allerdings auch gut, wenn man vorher schon Sport getrieben hat. Dann fällt der Einstieg in den Indiaca-Sport einfacher,“ urteilt Wanners.

Wanners selbst hat als Junge geturnt. Als er dann mit seinem Eltern vor einigen Jahren auf einem Rheinischen Turnfest war, lernte er das Indiaca kennen. „Indiaca ist ein interessanter Mannschaftssport, der einfach zu lernen ist. Man kann ihn unabhängig vom Lebensalter betreiben. Mein Schwiegervater spielt noch mit 80jährigen zusammen.“

Im Bereich des Rheinischen Turnerbundes gibt es zwar noch andere Vereine, in denen Indiaca gespielt wird. Sie sind in der Regel aber Hobbyvereine. „Wir in Mülheim sind die einzige Mannschaft, die am Ligabetrieb teilnimmt,“ berichtet Wanners. Trotz des Wettkampfes gegeneinander muß es dort aber wohl ziemlich familiär zugehen. Man kennt sich untereinander, die Spieler, die Vereine, wie Wanners berichtet.

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