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Ringtennis

Ringtennis heißt eine Sportart, die aus den USA stammt. „Mitte der zwanziger Jahre brauchte Hermann Schneider, der technische Bürgermeister von Karlsruhe, Ringtennis von einer Seereise nach New York mit nach Deutschland,“ erzählt Conny Adick. Die Übungsleiterin betreut die Ringtennis-Mannschaft beim TV Bruckhausen 1921, der in Hünxe am Niederrhein beheimatet ist.

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 Ringtennis ist eine Sportart, die den Rückschlagspielen zugeordnet ist. Beim Ringtennis geht es darum, einen etwa 210 – 230 g schweren Moosgummiring so zu werfen, daß ihn der Gegenspieler nicht fangen kann. Beim Einzel ist das Feld 12,20 m x 3,70 m groß. In der Mitte des Feldes befindet sich ein 1,55 hohes Netz. Ein 1,80 breiter Sperraum (also je 90 cm in beide Richtungen des Netzes) teilt das Spielfeld in zwei Flächen ein. Dieser Sperraum wird während des Spieles nicht betreten werden.

tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Ringtennis-Ring.jpgGespielt wird mit einem Gummiring. Der Ring hat einen Durchmesser von 2,9 cm und eine Weite von 11 cm.

Ein Ringtennis-Spiel dauert in der Regel zweimal 8 Minuten. Wer in dieser Zeit die meisten Punkte erzielt hat, gewinnt das Spiel. Man bekommt dann einen Punkt, wenn der Gegner einen Fehler macht. In der Theorie wird dabei zwischen Fang- und Wurffehler unterschieden.

Einen Fangfehler begeht man beispielsweise dann, wenn man den Ring mit beiden Händen fängt oder der Ring den Boden berührt. Ein Wurffehler liegt beispielsweise dann vor, wenn der Ring nicht mit der Hand über das Netz wirft, während des Wurfes mit der Bewegung anhält, der Ring von oben geworfen wird (die Ringe müssen immer in einer Aufwärtsbewegung  von unten geworfen werden) oder der Ring nach dem Abwurf die Fluglage nicht beibehält.

Es können auch sogenannte Schrittfehler vorkommen. Sie liegen dann vor, wenn der Spieler mit dem Ring in Richtung Netz läuft, dribbelt oder geht. Hat man den Ring gefangen, sind mit beiden Füßen zwei Bodenkontakte erlaubt. Der Ring muß abgespielt werden, bevor der dritte Bodenkontakt erfolgt. Das Fangen, Führen und Werfen des Ringes muß in einer flüssigen Bewegung erfolgen.

Ringtennis wird in der Regel in einer Halle gespielt. Hier reicht ein normaler Hallenboden aus. Ein Ringtennis-Spiel kann aber auch im Freien, beispielsweise auf einem Ascheplatz, ausgetragen werden. Normale Sportbekleidung reicht völlig aus, wie Adick berichtet.

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„Ringtennis fördert die Cleverness,“ betont Adick. „Auf den ersten Blick sieht der Sport einfach und leicht aus. Wenn ich aber mein Spiel nicht verlieren möchte, muß ich mir schon einen Blick für die Situation haben und mir gleichzeitig ein paar Gedanken darüber machen, wohin ich den Ring als nächstes werfe.“

Der ideale Ringtennis-Spieler ist 2 m groß, hat lange Arme und eine gute Beweglichkeit der Schulter, wie Adick berichtet. Eine gute Hand-Auge-Beweglichkeit, Schnelligkeit, eine gute Sprungtechnik und Reaktionsvermögen sind weitere wichtige Eigenschaften des Ringtennis-Spielers.

Während es in Westfalen  viele Ringtennis-Mannschaften gibt, ist das Team aus Hünxe das einzige, das es weit und breit im Rheinland gibt. Ringtennis wurde zumindest am Niederrhein lange Zeit nicht gespielt. „Ich habe den Sport vor einigen Jahren bei einer Veranstaltung in der Sportschule in Melle kennengelernt,“ blickt Adick zurück. Da sie sofort begeistert davon war und ansonsten auch sehr sportlich aktiv ist, machte sie sich sofort daran, ihn beim TV Bruckhausen einzuführen. Inzwischen gehören 10 Spieler der Mannschaft an.

„Ringtennis macht einfach nur Spaß,“ berichtet Adick. „Man kann sich so richtig schön austoben, ohne daß die Verletzungsgefahr sehr groß ist. Ringtennis kann man unabhängig vom Alter spielen. Man muß sich auf sich selbst konzentrieren. Und, um ehrlich zu sein: Irgendwann möchte man auch den Gegner jagen. Man bewegt den anderen, ohne sich selbst zu bewegen.“

Wer allgemeine Informationen zu dem Sport und seinem Regelwerk sucht, wird sie bei www.ringtennis.de finden; weitergehende Detailinformationen zum Verein sind bei www.tvbruckhausen.de erhältlich.

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