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Flamenco

Der Flamenco ist der Tanz Spaniens. Heißblütige Herren umwerben dabei wunderhübsche Damen. „Na ja, eigentlich kommt der Flamenco aus Andalusien. Es sind verschiedene Einflüsse in ihm vereint, “ erzählt Antonio M. Rodriguez. Der Spanier aus Grenada ist Tanzlehrer bei uns in Duisburg. Und unterrichtet natürlich auch den Flamenco.

Der Flamenco gilt als traditioneller spanischer Tanz, der von Musik begleitet wird. Einflüsse verschiedener Kulturen, wie die der Mauren, Kastiliens oder die der Gitanos, fließen hier zusammen. Der Flamencotanz gilt als bodenverhafteter Tanz, bei dem sich viele Impulse nach unten richten, Sprünge also eher selten sind.

Typisch für den Flamenco sind der aufrechte Stand, das Aufstampfen der Füße auf den Boden, die drehenden Bewegungen, sowie die Arm- und Beinbewegungen. „Die Gestik und Mimik kommen hinzu. Langsame Passagen können beispielsweise durch schnelle Fußtechniken abgelöst werden. Die Bewegungen der Tänzer gelten als „eckig“ und „zackig“, während die Damen eher runde, fließende Bewegungen ausführen. Außerdem sind die Hand- und Armbewegungen sehr verschieden.tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Flamenco1.jpg

Der Flamenco kann von Frauen wie Männern gleichermaßen getanzt werden. „Der Flamenco ist allerdings ein Einzeltanz“, berichtet Rodriguez. „Es ist wie beim Formationstanz. Man tanzt eine Choreographie mit unterschiedlichen Figuren. Jeder Tänzer bewegt sich allerdings für sich alleine.“ Bei Aufführungen auf Bühnen werden einstudierte Choreographien gezeigt. Hier werden traditionelle Elemente und Schritte gezeigt, wie sie nur von fortgeschrittenen Tänzern beherrscht werden. Castellana, Escobilla, Desplante, Llamada und Pata heißen Figuren, die hier gezeigt werden können.

Im Flamenco gibt es mehr als 100 Formen. Das Stück besteht dabei aus verschiedenen Teilen, die unterschiedlich arrangiert werden können. So gibt es beispielsweise den einleitenden Gesang, die Strophen, den Abgesang oder die Solopassagen der Flamencogitarre.

Besondere Ansprüche an die Tanzfläche gibt es dabei nicht. Tanzen kann man überall, wo es eine Tanzfläche mit Holzboden. „Hauptsache, es ist kein Betonboden. Der wäre schlecht für die Füße. Eine bestimmte Mindestgröße der Fläche ist nicht erforderlich.“

Die Herren tragen Hemd und Hose, die Damen Kleider mit sehr weiten Röcken. „Das Spiel mit dem Rock gehört einfach dazu“, betont Rodriguez. Spezielle Flamenco-Schuhe komplettieren die Bekleidung. Das Besondere an den Schuhen: ihr hoher Absatz, der mit Nägeln an der Unterseite ausgestattet ist. Hilfsmittel wie Tücher, Kastagnetten und Stöcke können als Accessoires hinzukommen. Einen speziellen Laden, in dem die Bekleidung erhältlich ist, gibt es in der Regel nicht. „Ich bin meiner Frau schon dankbar dafür, daß sie nähen kann und viele Kostüme selbst anfertigt“, betont Rodriguez.

Musik gehört selbstverständlich zum Flamenco dazu, gelegentlich auch Gesang. Oft spielen die Musiker Gitarren, gelegentlich auch Trommeln und andere Instrumente.

Ausstrahlung, Gefühl und eine Gefühl für Rhythmus sind Grundvoraussetzungen, die ein Flamenco-Tänzer mitbringen muß. Gelenkigkeit, Belastbarkeit und Kondition kommen hinzu. Das Alter spielt nach Angaben von Rodriguez keine besondere Rolle. Er habe zwar auch schon eine 74jährige Dame unterrichtet, erzählt der Tanzlehrer. Es sei aber schon besser, wenn man mit jungen Jahren mit dem Tanzunterricht beginnt.

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