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Kizomba

Kizomba ist sowohl ein Tanz wie auch eine Musikrichtung, die ursprünglich aus Angola kommen. Der Begriff leitet sich unter sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten von dem Begriff „Kimbundo“ ab, das soviel wie Party, Feier meint.

Als Tanz entstand Kizomba in den `80er Jahren in der angolanischen Hauptstadt Luanda. Der Kizomba hat seine Wurzeln im Semba, einem beliebten angolanischen Musikstil; wichtige musikalische Einflüsse kommen aber auch aus dem Zouk, einem Tanz, der von den französischsprachigen karibischen Inseln Guadeloupe und Martinique stammt. Die Feiern unter Freunden beziehen sich auf die „Kizombadas“ in den `60er Jahren; der Kizomba existierte damals aber noch nicht als eigenständiger Tanz. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Kizomba2.JPG

In den `50er und `60er Jahren tanzten die Leute in Angola schon Semba und andere traditionelle Tänze. Da Angola während der Kolonialzeit viele Einflüsse aus anderen Kulturen erhielt, erfreuten sich natürlich auch andere Tanzstile großer Beliebtheit. Die Kombination von afrikanischem Rhythmus und europäischem Paartanz ist das Ergebnis.

Die Einflüsse aus Europa, Südafrika, Argentinien und Kuba veränderten die Tänze, die während der „Kizombadas“ beliebt waren.

Heute ist Kizomba in Angola, Kap Verde und Portugal sehr beliebt. Er hat seine Anhänger aber auch in England, Frankreich, Spanien, Polen, Dänemark, Belgien, Schweden, Weißrußland, Litauen, Ägypten, der Schweiz und den USA. So ganz nebenbei ist der Kizomba auch bei uns in Deutschland angekommen, auch wenn hier nicht sehr viele Menschen aus Angola leben.

In Portugal meint der „Kizomba“ jeglichen Tanz, der vom Zouk abstammt, selbst wenn er nicht aus Angola stammt. In Kapverden ist dieser Tanzstil auch als Cabo Love oder Cabo Zouk. Angola war früher eine portugiesische Kolonie. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, daß die Kizomba-Lieder in der Regel in Portugiesisch sind. Kimbundu und weitere Nationalsprachen von Angola kommen hinzu. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Kizomba1.JPG

„Kizomba ist ein sehr hübscher und sinnlicher Tanz, aber auch ausdrucksstark und ansteckend. Der Kizomba mit seiner eingängigen Melodie und dem verführerischen Charakter hat in den letzten Jahren die Welt erobert. Für viele Leute, die lateinamerikanische Tänze tanzen, ist der Kizomba ein frischer Atemzug. Er bringt etwas Neues, Aufregendes. Wer die Welt der Tänze kennenlernen möchte, für den ist Kizomba perfekt. Die einfachen Basisschritte und der Sanftmut erlauben es dem Neuling, schon bald auch schwierigere Schritte zu erlernen. Wichtig ist auch, daß der Anfänger das Vergnügen des gemeinsamen Tanzens genießen kann,“ berichtet Fernando Tati von der Angolanischen Botschaft in Bonn.

Nach seinen Worten kann man beim Kizomba diejenige Musik spielen, die man spielen möchte. Je nachdem, wie vertraut die Tänzer sind, kann der Tanz dann sehr langsame und sinnliche Bewegungen enthalten. „Das erfordert einige Führungsqualitäten und Vertrautheit zwischen Mann und Frau, oder einen offeneren Tanz mit schnelleren Schritten, Fußarbeit und Tricks. In beiden Fällen bietet Kizomba ein warmes und einzigartiges Erlebnis, das man immer wieder wiederholen möchte.“

„Der Kizomba ist der Tango Afrikas.“ Behauptet zumindest Joaquim Francisco Joao. Er ist Vorsitzender des Vereins „Afrika Yetu“, der nicht nur Hilfsprojekte in Afrika unterstützt, sondern auch afrikanische Kultur bei uns in Deutschland vermitteln möchte. Im Kubata Afro-Kultur-Zentrum gibt es beispielsweise Tanz-Kurse, bei denen auch der Kizomba vermittelt wird.

Elegante Kleidung und Tanzschuhe gehören nach Einschätzung von Joao schon zum Kizomba; eine vorgeschriebene Bekleidung gibt es allerdings nicht.

Tanzen kann man Kizomba überall: „Hauptsache, man hat Bodenhaftung,“ wie Joao betont. Hier also nach Abmessungen für die Tanzfläche oder einen bestimmten Bodenbelag zu fragen, erübrigt sich also an dieser Stelle.

Besondere Eigenschaften muß man wohl nicht mitbringen, wenn man seinen Worten glauben darf. „Man muß nicht sehr beweglich sein oder ein besonderes Gefühl für Musik mitbringen. Beides kann man lernen.“

Wer das Stichwort „Kizomba“ bei YouTube eingibt, wird dort schnell fündig. Dort kann man dann Paare sehen, die Kizomba tanzen. „Afrika Yetu“ ist auch mit eigenen Bildern in YouTube vertreten. Im Internet ist Afrika Yetu unter www.afrika-yetu.de vertreten.

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