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Windsurfing

Windsurfen ist eine Wassersportart, die in den 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten entstanden ist. Sie ist inzwischen aber auch schon bei uns in Deutschland vertreten.

Beim Windsurfen steht man auf einem Surfbrett und nutzt ein Segel zur Fortbewegung. Die übliche Geschwindigkeit liegt dabei bei 30 bis 45 km/h.

Die Surfbretter bestehen in der Regel aus Hartschaum. Die Beschichtung ist meist aus Polyester- oder Epoxydharz-getränktem Glasfasergewebe. Bei modernen Wellenreitbrettern wird ein Kern verwendet, der in der Mitte eine heliumgefüllte Blase enthält, was das Gewicht der Surfbretter zusätzlich reduziert und den Auftrieb erhöht. Vereinzelt werden Surfbretter auch aus Balsaholz hergestellt. Diese sind – wenn sie zusätzlich mit einem Styroporkern versehen sind – leichter als herkömmlich hergestellte Bretter.

Um die Längsstabilität zu gewährleisten, wird mittig in Längsrichtung eine dünne Sperrholzplatte eingebaut, der sogenannte Stringer. Er gleicht die Lastverteilung aus, damit das Brett nicht auseinanderbricht.

Je nach Anwendungszweck gibt es unterschiedliche Bauformen. Diese bestimmen Drehverhalten, Auftrieb und Handhabbarkeit. Damit ist letztendlich auch die Verwendung des Brettes vorgegeben.

Das Volumen der Surfbretter liegt meist zwischen 65 und 150 Litern. Die Länge des Brettes liegt bei 2,20 bis 2,80 Metern, die Breite zwischen 48 und 101 cm.

Der Mastfuß am Surfbrett ist über eine freibewegliche Verbindung  mit dem Rigg verbunden. Das Rigg besteht aus einem biegefähigen Mast (gegebenenfalls mit einer Mastverlängerung), einem Gabelbaum zum Festhalten und dem Segel.

Der Mast besteht aus glasfaserverstärkten Kunststoffen und kann zur Gewichtsersparnis mit Carbon verstärkt sein. Je nach Segel werden meist Masten von 360 cm bis 580 cm Länge verwendet. Auch der Durchmesser der Maste ist normiert.

Der Gabelbaum besteht aus Aluminium- oder Carbonholmen und dient zum Aufspannen des Segels und als Haltegriff für den Sportler. Die Länge des Gabelbaumes ist verstell- und arretierbar, um das Segel optimal abstimmen zu können.

Ein modernes Windsurfsegel besteht aus Monofilm (durchsichtige PVC-Folie), Dacron (gewebtes Polyester) und Mylar.

Camber-Segel  haben 1 bis 5 Kunststoffteile an den Enden der Segellatten („Camber“), die sich an den Mast anschmiegen. Sie sorgen für ein starres Tragflächenprofil des Segels, das für Geschwindigkeit und Stabilität sorgt. Das geht aber zu Lasten der Manövrierbarkeit und der Handhabbarkeit des Segels.

RAF-Segel („Rotating Asymmetric Foil“) haben Segellatten, die über die Rückseite des Mastes hinaus ragen. Sie müssen bei Wenden oder Halsen auf die andere Seite des Mastes schnappen. RAF-Segel erhalten durch den Druck des Windes ein Tragflächenprofil auf der Lee-Seite. Sie können ohne Wind oder abgeriggt absolut flach sein.

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Um die Fahrtrichtung zu beeinflussen, wird das Segel nach vorne oder hinten geneigt. Beim nach vorne Neigen (Abfallen) dreht sich der Bug vom Wind weg und umgekehrt beim nach hinten Neigen (Anluven) des Segels in den Wind hinein.

Surfer verringern die Beanspruchung der Arme beim Halten des Segels am Gabelbaum durch ein Trapez. Dabei handelt es sich entweder um einen kompakten Hüftgürtel oder eine Art Sitzhalterung, an denen vorne ein Metallhaken befestigt ist. Dieser unten offene Trapezhaken wird in ein kurzes Seil – den Trapeztampen – eingehängt, welcher am Gabelbaum befestigt ist und den größten Teil der Zugkraft des Windes aufnimmt.

Fußschlaufen stellen den festen Stand auf dem Surfbrett sicher.

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Den Windsurfing Club Ruhr gibt es seit über 25 Jahren. Er ist einer der wenigen Sportvereine in Duisburg, die Windsurfing als Sport anbieten. Seine Heimat hat der Verein am Masurensee an der 6-Seen-Platte. An einem Seengrundstück mit Rasengrundstück und Wasserzugang haben die Windsurfer die Möglichkeit, zu einer Fahrt auf dem See aufzubrechen.

„Windsurfer kann eigentlich jeder machen,“ berichtet Stefan Born vom Club. „Man sollte schon ein gewisses Gleichgewichtsgefühl besitzen, nicht wasserscheu sein und schwimmen können.“ Nach seinen Worten sind Binnen- und Baggerseen am besten für das Windsurfing geeignet; größere Wasserstraßen wie beispielsweise der Rhein sind allein schon wegen des regen Schiffsverkehrs uninteressant. „Bei Gewitter sollte man allein schon wegen der Gefahrensituation nicht windsurfen. Wir brauchen schon ein wenig Wind. Sonst stehen die Surfer praktisch auf dem Wasser.“ Regen ist nach Borns Worten nicht unbedingt störend. „Es ist letztendlich egal, ob ich von oben oder unten naß werde. Solange der See nicht zugefroren ist, können wir auch windsurfen.“

Rund 25 aktive und 50 passive Mitglieder gehören dem Wedauer Verein an. Was beispielsweise zu Beginn der 1980er Jahre noch ganz anders war. Damals hatte der Verein so viele Mitglieder, daß er noch an Meisterschaften teilnehmen konnte. Doch das Interesse am klassischen Windsurfing ist heute fast völlig eingeschlagen. „Momentan ist Kite-Surfing modisch aktuell. Beim Kitesurfing  wird das Segel durch einen großen Lenkdrachen ersetzt. Dieser Lenkdrachen läßt sich in einem Rucksack transportieren. Auf diese Art und Weise ist man schneller mit dem Auto am See und muß weniger ein- und auspacken,“ berichtet Born.

Born selbst ist schon seit Anfang der `80er Jahre aktiver Windsurfer. „Mir persönlich gefällt die Freiheit auf dem Wasser und die Natur. Wenn ich windsurfe, spüre ich meine persönlichen Grenzen.“

Wer mehr über den Windsurf-Club wissen möchte, sei an dieser Stelle an das Internet verwiesen. www.wcr-duisburg.de lautet dort die Anschrift des Vereins.

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