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Wasserski

Wasserski kommt – als Sportart – aus Schweden. Dort wurde Mitte des 19. Jahrhunderts ein Patent auf die Idee des Wasserskis erteilt. Den Durchbruch erlebte die neue Sportart aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA. Ab Juni 1922 entwickelte ihn Ralph Samuelson auf dem Lake Pepin in Minnesota weiter. Heute ist Wasserski in all´ seinen Spielarten natürlich auch schon bei uns in Deutschland vertreten.

Beim Wasserski wird man auf schmalen Brettern stehend über eine Wasseroberfläche gezogen. Man wird dabei von einem Motorboot oder einem Wasserskilift über eine Wasserskileine mit einem Haltegriff gezogen. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Windsurfing2.jpg

Die Wasserskier sind vorne nach oben aufgebogen. Sie haben eine weiche Gummimanschette, in denen die Füße Halt finden. Die Führung der Wasserskier wird durch eine kleine Finne hinten auf der Unterseite gewährleistet.

Wasserski beginnt normalerweise mit einem „Tiefwasserstart“ oder vom Steg aus. Der Skifahrer beugt sich in die Hocke, so daß die Knie gebeugt sind. Die Arme sind gerade gestreckt. Der Körper ist nach hinten gelehnt, so, als ob der Skifahrer auf einem Stuhl sitzen würde. Die Skispitzen zeigen nach oben, so daß diese ein wenig aus dem Wasser ragen.

Ist der Skifahrer bereit, beschleunigt der Fahrer das Boot, um ihn aus dem Wasser zu ziehen. Zu dem Zeitpunkt ist es wichtig, in der Hockstellung zu bleiben und zu warten, bis das Boot soweit beschleunigt hat, dass genügend Kraft zwischen ihm und dem Ski ist. Ansonsten ist nämlich ein Sturz ins Wasser unvermeidlich.

Außer dem Bootsfahrer und dem Wasserskifahrer muß eine weitere Person, ein Beobachter im Boot sein. Seine Aufgabe besteht darin, den Skifahrer zu beobachten und den Fahrer zu informieren, wenn der Skifahrer ins Wasser fällt. Die Kommunikation zwischen Bootsfahrer und Beobachter läuft über Handsignale.

Geschwindigkeit und Länge des Seils variiert je nach Fähigkeit oder Wettkampfereignis. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Windsurfing1.jpg

Beim Wasserski gibt es einige Variationen, von denen einige hier vorgestellt werden sollen.

Der Slalomski besteht aus nur einem Ski mit Finne, auf dem hinter der Bindung eine einfache Schlaufe für den zweiten Fuß angebracht ist. Die Unterseite des Monoskis ist in der Mitte der Länge nach innen gewölbt.

Der Sprungski besteht aus zwei längeren und breiteren Skiern mit Finne. Er wird zum Weitsprung über eine Schanze benutzt.

Der Trickski ist ein kurzes breites Brett ohne Finne, bei dem die Fußschlaufen hintereinander angebracht sind.

Das Wakeboard ist so ähnlich wie das Snowboard, das wir aus dem Wintersport kennen. Das Brett ist jedoch wesentlich leichter.

Bei der Kneeboard-Variante kniet man auf den Skiern und wird auf den Hacken sitzend gezogen.

Beim Barfuß-Fahren wird auf die Skier verzichtet. Der Wasserskifahrer fährt also auf den „nackten“ Füßen. Diese Variante wird nur von erfahrenen Wasserskiläufern betrieben und benötigt einiges an Training. Weiters braucht man dafür eine äußerst ruhige Wasseroberfläche. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Wasserski Boot.jpg

Das klassische Wasserskifahren setzt sich aus Slalom, Springen und dem Figurenlauf mit einem Trickski zusammen.

Beim Slalom geht es darum, bei hoher Geschwindigkeit Bojen zu umfahren, wenn der Läufer bei einer Geschwindigkeit von 58 km/h angekommen ist. Bei dieser Geschwindigkeit wird die Leine auf 16 Meter verkürzt. Die Leine wird immer mehr verkürzt, wenn die Slalomfahrt gelungen ist. Je kürzer die Leine ist, desto schwerer ist es, die Boje zu umfahren. Es ist zuletzt nur noch mit dem ausgestreckten Arm möglich, die notwendige Länge zu erreichen, um die Boje zu umrunden. Die erfordert perfektes Timing, Kraft und Technik.

Beim „Figurenlauf“ mit einem Trickski geht es darum, eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Mit einem Trickski werden keine Rampen wie beim Wakeboarden genutzt. Das Geschehen findet auf dem Wasser statt. Die Punkte für Drehungen oder Flips (saltis) sind vom Deutschen Wasserski & Wakeboard Verband (DWWV) festgelegt. Drehungen beginnen leicht; der Schwierigkeitsgrad erhöht sich dann kontinuierlich. Die Flips gelten ebenfalls als ziemlich anspruchsvoll.

Bei der Disziplin „Springen“ geht es darum, bei hoher Geschwindigkeit über eine Schanze zu springen. Hier geht es nicht um die Haltung, sondern nur um die Weite eines Sprungs. Gemessen wird die Weite mit einem speziellen Gerät.

Stehende Gewässer sind ideal für das Wasserskifahren, wie Rikarda Licht vom Wasserskiverband Nordrhein-Westfalen berichtet. Schnell fließende Gewässer gelten wegen der Windverhältnisse und Fließgeschwindigkeiten eher als problematisch. Bestimmte Abmessungen, wie groß die Wasserfläche, auf der man Wasserski fährt, sein muß, gibt es nicht.

Zumindest im Amateurbereich gehören ein Neoprenanzug, Schwimmweste, Helm und Handschuhe – neben den Wasserskiern – zur Standardausrüstung der Wasserski-Fahrer. „Man darf nicht wasserscheu sein und muß sich gerne im Wasser bewegen,“ beschreibt Licht den idealen Wasserski-Fahrer. „Artistik ist wichtig. Körperbeherrschung und Körperkoordination kommen hinzu. Man muß Geduld haben und warten können, bis man an der Seilbahn an der Reihe ist.“ Daß ein Wasserski-Fahrer schwimmen können muß, wird an dieser Stelle wohl nicht extra erwähnt werden muß.

„Wasserskifahren ist entspannend,“ berichtet Licht. „Man beherrscht ein Element, für das wir Menschen nicht gemacht sind. Man ist mit sich und der Welt allein.“

14 Vereine mit über 600 Mitgliedern sind im Wasserskiverband NRW organisiert. „Es sind fast alle Seilbahnvereine.“

Die Wasserskifahrer sind in der Regel Hobbysportler, die aus Spaß an der Freud auf dem Wasser unterwegs sind. Im Wakeboarding gibt es allerdings 3 Profis, die international mithalten können und beispielsweise in den USA gegen Bezahlung antreten. „Wasserskifahrer sind Individualisten. Sie sind oft genug unkoordiniert und organisieren sich nur ungern in einem Verband.“

Der Wasserskiverband ist im Internet vertreten; www.wsv-nrw.de lautet dort seine Adresse. Dieser Internetauftritt wirkt aber nicht unbedingt gut gepflegt und wenig aktuell.

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