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Unterwasserhockey

Unterwasserhockey ist eine Mannschaftssportart, bei der sechs Spieler pro Mannschaft versuchen, am Grund eines Schwimmbeckens einen Bleipuck mit Hilfe eines Schlägers ins gegnerische Tor zu bringen. Gewonnen hat die Mannschaft, die die meisten Tore beschossen hat.

Das Tor ist 3 Meter breit. Es besitzt eine leicht ansteigende Rampe, hinter der sich die Torrinne befindet. Hinter der Rinne ragt die 20 cm hohe Torwand auf. Man hat schon dann ein Tor geschossen, wenn der Puck in die Rinne geschossen wird.

Der Puck wiegt 1,3 kg. Er ist mit Kunststoff ummantelt, was seine Griffigkeit erhöht und gleichzeitig die Fliesen schont. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Oelringen/Unterwasserhockeybild.jpeg

Die Mannschaftszugehörigkeit lässt sich an der Schläger- und Kappenfarbe ablesen: Eine Mannschaft hat schwarze Schläger, die andere Mannschaft weiße. Die Kappen entsprechen denen des Wasserballs. Sie haben einen Ohrmuschelschutz und sind mit der Spielernummer gekennzeichnet.

Zur Ausrüstung gehören neben Flossen, Maske, Schnorchel und Kappe ein mit Silikon   geschützter Handschuh und ein kurzer Schläger aus Holz oder Kunststoff. Der Schläger darf maximal 35 cm lang sein, ist jedoch selten länger als 30 cm. Stürmer verwenden meist kleine, wendige Schläger, während Verteidiger wuchtigere Modelle bevorzugen. Der Schläger darf nicht im Wasser sinken, sondern muß dort schwimmen. Der Schläger hat einen Griff, eine gerade Vorderseite und eine gekrümmt Innenseite. Mit der Vorderseite kann der Puck bis zu 4 Meter weit und 1 Meter hoch geschossen werden.

Ein wettkampftaugliches Spielfeld ist 21-25 m lang, 12-15 m breit und 2,00-3,65 m tief. Bei Wettkämpfen in 50-m-Becken können oft zwei Spielfelder (mit jeweils einer Wechselgasse) und ein Aufwärmbereich eingerichtet werden.

„In einer Tiefe von 2 – 3,60 Metern ist eine verbale Kommunikation nicht möglich. Man muß daher wissen, was andere Teammitglieder danken sowie ihre Spielweise und Spielstärke kennen. Unterwasserhockey erfordert Teamgeist und Bereitschaft, sich für den anderen einzusetzen, denn jedem Spieler geht irgendwann die Luft aus. Und wann atmen wir? Eigentlich nie. Nur ab und zu tauchen wir an der Wasseroberfläche auf. Atmen wird überbewertet,“ ist beim Unterwasserhockeyclub München zu hören.

www.muenchen-ev.uwg.de lautet die Internet-Adresse des Vereins. Dort sind auch bewegte Bilder und Fotos über die Sportart zu sehen. Er ist einer von 3 Vereinen in Deutschland, in denen Unterwasserhockey gespielt wird.

Unterwasserhockey ist bei uns in Deutschland wohl noch recht unbekannt. Entstanden ist diese Sportart relativ zeitgleich in den `60er Jahren in England und Südafrika. Es gibt die Legende, Unterwasserhockey sei erfunden worden, als sich englische Taucher ein verlorengegangenes Bleistück mit ihren Schnorcheln zugespielt hätten.

Nach Deutschland gekommen ist Unterwasserhockey im Jahre 1996. Da hat nämlich die Unterwasserrugby-Mannschaft aus Gießen beschlossen, auch Unterwasserhockey zu spielen. Und waren offensichtlich so erfolgreich damit, daß sie 1997 als erstes deutsches Team bei einer Europameisterschaft angetreten ist. Am 26. Januar 1998 wird Unterwasserrugby vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) offiziell zum Wettkampfsport erklärt.

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