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Synhronschwimmen

Synchronschwimmen ist ein Schwimmstil, der zu Musik und entweder alleine oder in einer Gruppe von zwei bis acht Personen geschwommen wird. Das Wortbestandteil „Synchron“ bezieht sich hier sowohl auf die Synchronität mit der Musik als auch die der einzelnen Schwimmer zueinander. Entstanden ist diese Wassersportart in England und über den Umweg USA auch zu uns nach Deutschland gekommen, wie Petra Gustke, Vorsitzende des Fachausschusses Synchronschwimmen beim Schwimmverband Nordrhein-Westfalen, berichtet.

Synchronschwimmen wird in einem Schwimmbecken ausgetragen, das 12,5 x 25 groß und 2 m tief ist. „Was die Wassertemperatur anbelangt, sind 28 ° C ideal,“ berichtet Gustke. Badeanzug bei den Damen und Badehose bei den Herren sowie Badekappe, Brille und Nasenklammer gehören zur Ausrüstung der Synchronschwimmer. „Männer sind allerdings nur auf nationaler Ebene bei Wettkämpfen zugelassen. Der internationale Verbände läßt zumindest bei Wettkämpfen nur Damen zu,“ berichtet Gustke. Eine Erklärung für diese Regelung kann sie auf Rückfrage allerdings nicht angeben.

Drehungen, Schrauben, Heber, Würfe und Arm- und Beinbewegungen sind Bestandteile, die zum Synchronschwimmen gehören.

Die Musik, nach der synchrongeschwommen wird, ist nicht gesondert vorgegeben. Es hängt von den Schwimmern und ihren Fähigkeiten und Vorlieben ab, welches Musikstück genommen wird.

Bei Wettkämpfen gibt es einen Pflicht- und Kürteil.

Wie beim Eiskunstlauf werden bei der Bewertung einer Kür Punkte vergeben (1 bis 10), wobei die Schwierigkeit der Darbietung ebenso bewertet wird wie die Umsetzung; auch wird berücksichtigt, ob die Figuren stabil und genau sind. Ebenso wird auf die Synchronität zu Musik bzw. zwischen den Schwimmern untereinander geachtet. Je höher die Anzahl der Schwimmer, umso stärker wird die Synchronität untereinander bewertet. Es gibt eine Technische Kür („Pflicht“), die bis zu 2:50 Minuten dauert, und eine Freie Kür von 4:45 bis 5:15 Minuten. In der Technischen Kür müssen vorgegebene Elemente in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden. In der Freien Kür gibt es hingegen keine Vorgaben.

Bei Jugend-Wettkämpfen werden nicht nur Küren geschwommen, sondern auch die sogenannte Pflicht. Bei dieser muss die Schwimmerin (oder wie in seltenen Fällen der Schwimmer) Übungen durchführen, die aus mehreren wichtigen Elementen im Synchronschwimmen bestehen. Diese werden je nach Alter immer anspruchsvoller. Die FINA legt die Pflichtübungen für einen Zeitraum von vier Jahren fest. Auch die Pflicht wird mit Punkten von den Wertungsrichtern bewertet.

„Synchronschwimmen ist ein akrobatischer Hochleistungssport,“ betont Gustke. „Wir sind zwar eine Randsportart, aber keine Fun-Sportart. Man braucht schon fünf bis zehn Jahre, um ein guter Synchronschwimmer zu werden. Sport im Wasser ist schließlich etwas anderes als Sport an Land, wo jeder mitmachen kann.“

Doch was macht einen guten Synchronschwimmer aus? Rhythmusgefühl und Beweglichkeit gehören dazu, technische Qualitäten, Kraft, Akrobatik, Ausdauer, Geduld, ein Gefühl für Musik, Takt- und Zeitgefühl, Teamfähigkeit, aber auch Ausstrahlung und Eleganz.

 

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