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Skeleton

Das Skeleton ist eine Wintersportart, die ursprünglich aus der Schweiz stammt. Dort wurde sie am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Trotz teilweise sehr langer Pausen ist Skeleton eine olympische Sportart. Deutschland ist in dieser Sportart sehr erfolgreich.

„Skeleton ist eine Individualsportart,“ wie Bernhard Lehmann berichtet. Der Berufssoldat und mehrfache Olympia-Medaillengewinner im Bobsport arbeitet heute als nordrhein-westfälischer Skeleton-Landestrainer in Winterberg. In Winterberg und Umgebung gibt es zwar stolze 4 Wintersportvereine: „Skeleton ist ein Leistungssport, der nicht mal eben so in einem Verein betrieben werden kann,“ hält Lehmann dagegen. Der nordrhein-westfälisches Landesverband betreibt zwar Talentförderung in den Schulen und Vereinen. In den Genuß einer Sportförderung kommt man aber nur bei entsprechender Eignung und Leistungsbereitschaft. Bietet sich dem Sportler eine sportliche Zukunft, kann er in die Sportfördergruppen von Bundeswehr und Bundespolizei aufgenommen werden.

Skeleton ist ein Wintersport. Skeleton ist eine Sportart, bei der man auf dem Bauch liegend mit dem Kopf voran durch eine Eisbahn fährt. Der Fahrer startet mit einem kurzen Sprint, um dann in liegender Position die übrige Strecke wenige Zentimeter über dem Eis in dem Gefährt zu bewältigen. Was bei Kindern beim Schlittenfahren eher Spaß und Vergnügen ist, ist beim Skeleton eher Hochleistungssport. tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Zorbas/skeleton3.jpg

Der Skeleton besteht aus einer seitlich hochgezogenen starren Wanne mit Haltebügeln sowie seitlichen Prallbügeln vorne und hinten. Was die Schlittenkonstruktion anbelangt, gibt es auf den Bobbahnen präzise Vorschriften: Die Schlittenlänge liegt zwischen 80 cm und 120 cm, außerdem muß er eine Gesamthöhe von 8 cm bis 20 cm besitzen. Sowohl das Mindestgewicht als auch das Höchstgewicht sind reglementiert (Minimum 33 kg; Maximum Frauen: 35 kg, Herren 43 kg). Den Skeleton kann man nicht "mal eben so" in einem Sportartikelfachgeschäft kaufen. Sie sind in der Regel Spezialanfertigungen. Es gibt auch nur einige wenige Hersteller dafür, wie Lehmann berichtet.

Die Skeletonfahrer  tragen einen einteiligen Stoffanzug, einen leichten Schutzhelm mit Kinnschutz sowie Skeletonschuhe (Bürstenschuhe, Bobschuhe) mit 7 mm-Spikes (max. 8 mm).

Bobbahnen gibt es weltweit nur sehr wenige; in Deutschland liegt die Zahl bei vier. Sie befinden sich in Winterberg, Königssee (erste Kunsteisbahn der Welt) im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Schönau sowie die angeblich schwierigste Bahn der Welt in Altenberg. Auf der Rennrodelbahn in Oberhof finden keine internationalen Bob-Wettkämpfe mehr statt. Die Bobbahnen sind so ausgestattet, daß es unterhalb der Betonsegmente eine Kälteanlage gibt, die dafür sorgt, daß es mittels eines Ammoniakgemisches und Wasser eine Eisschicht gibt, auf der die Bobs entlanggleiten können.

tl_files/ssb-duisburg/sportkulturen/Zorbas/skeleton1.jpgDie Bobbahn in Winterberg ist insgesamt 1609 Meter lang. Im Bereich Skeleton liegt die Rennstrecke bei 1330 Meter. Die Fahrer legen dabei einen Höhenunterschied von 110 Meter zurück und können dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometer erreichen. Das durchschnittliche Gefälle liegt bei 9,8 %. Beim Skeleton müssen die Fahrer 15 Kurven durchfahren. Die Eisoberfläche beträgt rund 65.000 Quadratmeter. Die ursprüngliche Bahn war eine Natureisbahn. Seit 1977 gibt es hier eine Kunsteisbahn, die offiziell von der Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH, zusammen mit den beiden Gesellschaftern Hochsauerlandkreis (50 %) und der Stadt Winterberg (50 %), betrieben wird. Von Oktober bis März ist hier Saison. Die Bobbahn ist eine Außenstelle des Olympiastützpunktes Westfalen in Dortmund. Lehmann hat sein Büro in der örtlichen Kaserne der Bundeswehr.

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Wintersportler werden im Sommer gemacht. Besagt zumindest eine Wintersportlerredensart. Leichtathletiktraining steht in der warmen Jahreszeit im Vordergrund. Daneben gibt es spezielle Bahnen, die Rollen und Schienen im Boden enthalten und für das Training im Sommer genutzt werden können.

„Skeleton betreibt man üblicherweise in jungen Jahren,“ betont Lehmann. Kinder ab 12 Jahren sind für diese Sportart geeignet; wer das 30. Lebensjahr erreicht hat, gehört in diesem Sport schon zum sprichwörtlichen „alten Eisen“. Quereinsteiger jenseits der 20 sind daher in diesem Sport nicht üblich.

Mut, Risikobereitschaft, Sprintfähigkeit und ein athletischer Körperbau sind nach seinen Worten Eigenschaften, die ein Skeletonfahrer mit sich bringen sollte. Leistungsbereitschaft und die Orientierung am Erfolg sollten auch vorhanden sein.

Ansprechpartner für den Skeleton-Sport ist der Bob- und Schlittenverband für Deutschland.

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