Ratsbürgerentscheid am Sonntag, 19. April ebnet den Weg für die Bewerbung
DUISBURG (24.03.2026). In diesen Tagen erhalten 351.000 Duisburgerinnen und Duisburger ihre Briefwahlunterlagen zur Olympiabewerbung der Region KölnRheinRuhr. Bis zum Sonntag, 19. April, können die Bürgerinnen und Bürger ihr Ja-Wort zu den olympischen und paralympischen Spielen per Ratsbürgerentscheid geben. Der Stadtsportbund Duisburg unterstützt die Initiative und wirbt intensiv für ein positives Votum. Die Kampagne für ein klares Ja steht unter dem Motto „Unsere Städte – unsere Spiele“.
„Olympia und die Paralympics hier bei uns bedeuten für Duisburg sowie für die gesamte Region eine große Chance. Wir gewinnen durch die wirtschaftlichen Impulse. Vor allem aber profitieren wir durch die Begeisterung und das Erlebnis, Gastgeber eines solchen Weltereignisses zu sein“, erklärt das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Stadtsportbunds, Peter Serfort. Oberbürgermeister Sören Link sagte während der Duisburger Sportschau 2025, er rechne mit einer überwältigenden Mehrheit für die Spiele an Rhein und Ruhr.
Duisburg ist für die Sportarten Kanu und Rudern auf der Regattabahn und Sportklettern in der Schauinsland-Reisen-Arena vorgesehen. „Unsere Stadt soll eine bedeutende Rolle für die Spiele übernehmen. Wir verfügen bereits über die geeigneten Sportstätten. Das ist einer der großen Pluspunkte der Bewerbung: Wir bieten erstklassige Möglichkeiten und bringen die reviertypische Gastfreundschaft ein“, so Peter Serfort weiter.
Positive Grundstimmung für die Initiative verstärken
Im Vorfeld des Ratsbürgerentscheids werde der SSB seine Kanäle nutzen, um seine fast genau 100.000 Mitglieder zu mobilisieren. 369 Vereine gehören zum Stadtsportbund. Sie wolle man als Multiplikatoren für die Kampagne aktivieren. „Wir wollen eine Welle der Begeisterung auslösen. Dabei spüren wir bereits eine positive Grundstimmung und Vorfreude, Gastgeber der Spiele sein zu können“, so der SSB-Geschäftsführer.
Der Stadtsportbund habe Sportlerinnen und Sportler aus unserer Stadt angesprochen, sich öffentlich zu den Spielen zu bekennen. Über den wöchentlichen Newsletter habe sein Mitgeschäftsführer Christoph Gehrt-Butry alle Mitgliedsvereine informiert und aufgefordert, ebenfalls die Bewerbung zu unterstützen. „Auf unserer Webseite geben wir Antwort auf alle relevanten Fragen zur Bewerbung“, so Peter Serfort weiter. Zudem kooperiere man mit DuisburgSport und DuisburgKontor.
17 Kommunen – ein Ziel: Olympia an Rhein und Ruhr
17 Kommunen unter der Führung von Köln bewerben sich gemeinsam um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele, entweder 2036, 2040 oder 2044. Für eine Annahme der Initiative sind bis zum 19. April eine Wahlbeteiligung von mindestens zehn Prozent und eine Mehrheit bei den Ja-Stimmen notwendig.
Neben KölnRheinRuhr wollen auch Berlin, Hamburg und München die Spiele ab 2036. Wer für Deutschland international ins Rennen gehen wird, entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund im Herbst. Eines der Kriterien wird dabei die Akzeptanz einer Bewerbung innerhalb der Bevölkerung sein. Beim Bürgerentscheid in München hatten sich im vergangenen Jahr 66,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die Spiele ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag bei 42 Prozent.
Peter Serfort: „Wir haben den Ehrgeiz, dieses Ergebnis zu übertreffen.“