Mitgliederversammlung am Donnerstag, um 19 Uhr im Steinhof in Huckingen

DUISBURG (22.04.2026). Am Donnerstag, 23. April, ab 19 Uhr stellt sich für den Stadtsportbund Duisburg im Steinhof Huckingen eine wichtige Weiche in Richtung Zukunft. Die Vertreter der 356 Vereine im SSB geben während der Mitgliederversammlung die Antwort auf die Frage: „Wer führt den Stadtsportbund Duisburg ins neue Jahrzehnt?“ Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Wahl eines neuen Vorstandes für die kommenden vier Jahre, also bis 2030. Das Grußwort für die Stadt Duisburg spricht am Donnerstag Oberbürgermeister Sören Link.

Es kommt in jedem Fall zu einem Wechsel an der Spitze der Interessenvertretung von über 100.000 Vereinsmitgliedern in der Stadt. Der Vorsitzende Joachim Goßow wird sich nicht wieder zur Wahl stellen. Der hauptamtliche Geschäftsführer der International World Games Association hatte das Ehrenamt im SSB nach dem Rücktritt von Rainer Bischoff 2020 zunächst kommissarisch übernommen. Er war 2022 von den Mitgliedern im Amt bestätigt worden. Nach insgesamt acht Jahren im Vorstand will der Vorsitzende nun in die zweite Reihe zurücktreten.

„Wir werden ihn gebührend verabschieden. Joachim Goßow hat entscheidend an der Neuausrichtung des SSB mitgearbeitet. Wir setzen darauf, auch in Zukunft von seiner Expertise profitieren zu können. Aus dem Amt bedeutet ja nicht aus der Welt. Joachim Goßow stellt sich für eine Aufgabe im Beirat zur Wahl“, sagt Peter Serfort, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, mit Blick auf das Programm während des Treffens der Delegierten aus 356 Sportvereinen in Duisburg. Zugleich machte das Vorstandsmitglied deutlich: „Ich bin mir sicher, dass unsere Mitglieder einen mehr als geeigneten Nachfolger wählen werden.“

Sandra Niedzwiedz und Karl-Heinz Dinter stellen sich zur Wahl
Darüber hinaus sind zwei weitere ehrenamtliche Mitglieder des Vorstands zu wählen. Auf eine Bestätigung im Amt hofft Sandra Niedzwiedz. Im vergangenen Herbst hatte die 51-Jährige zunächst kommissarisch die Aufgaben im Führungsteam übernommen. Im April stellt sie sich nun dem Votum der Vereinsvertreter, um sich bis 2030 weiter als Vorstandsmitglied für den SSB zu engagieren. Karl-Heinz Dinter bewirbt sich ebenfalls um eine Wiederwahl. Christoph Gehrt-Butry und Peter Serfort sind als geschäftsführende Vorstände gesetzte Mitglieder des Gremiums. So sieht es die 2022 verabschiedete Satzung vor.

Die Stimmkarten kommen bei der Mitgliederversammlung sogar noch häufiger zum Einsatz. Auf der Tagesordnung stehen außerdem die Wahlen zur Besetzung des Beirats und die des Schiedsgerichts. Darüber hinaus sind redaktionelle Änderungen der Satzung vorzunehmen. „Wir haben die Satzung vor vier Jahren umfassend verändert und uns den Gegebenheiten eines Bundes mit mehr als 500 Beschäftigten und einem Umsatz von 16 Millionen Euro angepasst. Auf der Strecke hat sich gezeigt, dass Feinjustierungen sinnvoll sind. Diese wollen wir jetzt vornehmen“, sagt Christoph Gehrt-Butry. Die Vereinsvertreter sind aufgerufen, diese Änderungen nun rechtskräftig werden zu lassen.

Impulsvortrag zu Frauen als Führungskräfte in den Vereinen
Zum Auftakt der Mitgliederversammlung setzt die in Düsseldorf lebende Psychologin Dr. Katrin Heyers einen Impuls. Ihr Gastvortrag trägt den Titel „Engagement mit Wirkung: Weibliche Führungskräfte stärken den Sport“. Dr. Katrin Heyers ist seit zehn Jahren ehrenamtlich in führenden Positionen für den Deutschen Leichtathletik-Verband sowie im internationalen Bereich aktiv. Sie war ebenfalls bei den World University Games engagiert.

Peter Serfort: „Wir haben das Thema ausgewählt, weil in Duisburg, wie überall, Frauen in Leitungsfunktionen in Vereinen, sei es als Vorstände oder als Abteilungsleitungen, eher unterrepräsentiert sind. Wir wollen einen Anstoß geben, damit sich dies ändert.“

Christoph Gehrt-Butry ergänzt: „Die Vereinsvertreter sollen von der Mitgliederversammlung mehr mitnehmen als nur Informationen über unseren Wirtschaftsplan für die kommenden zwei Jahre oder Nachrichten über Vorstandswahlen. Wir freuen uns darauf, mit unseren Vereinen über ein Thema, das für die Entwicklung des Sports in der Stadt von Bedeutung ist, ins Gespräch zu kommen.“