6.000 Teilnehmende beim 9. Rhein City Run von Düsseldorf nach Duisburg
DUISBURG (25.10.2026). Der Himmel hatte ein Einsehen mit den Veranstaltern des 9. Rhein City Runs. Die Nacht über hatte es noch heftig geregnet und der Wind fegte über die Strecke entlang des Rheinufers von Düsseldorf nach Duisburg. Als am Sonntagmorgen um 9:15 Uhr dann der Startschuss am Robert-Lehr-Ufer in Düsseldorf fiel, hatten sich die Wolken verzogen. Die 6.000 Teilnehmenden absolvierten weitgehend trockenen Fußes und bei Sonnenschein den sehr herbstlichen Halbmarathon. Auf einigen Wegstücken profitierten sie sogar von der frischen Brise und konnten sich vom starken Rückenwind anschieben lassen.
Christian Ludwig, der Leiter des Organisationskomitees von Bunerts Events, berichtete von seiner wechselhaften Gefühlslage: „Die ganze Nacht über haben wir gezittert, ob es dieses Mal was wird. Als ich zu Hause losgefahren bin, hat es noch richtig geschüttet. Und dann wurde es ein richtig schöner Tag und ein großartiges Laufevent.“ Ein paar Pfützen auf der Strecke erinnerten an den nassen Vorlauf in der Nacht zum Sonntag. Echte Probleme gab es aber nicht. „Die Feuerwehr hatte uns geholfen, rechtzeitig einen Baum, der auf der Strecke lag, aus dem Weg zu räumen. Das war es aber auch.“
Der ASV Duisburg gleich dreimal auf dem Siegerpodest
Einiges an Mühe kostete es Duisburgs derzeit stärkste Langläuferin Katharina Wehr, ihren dritten Sieg in Folge beim Rhein City Run einzusammeln. Vor zwei Jahren musste sich die 30-Jährige den Sieg noch teilen. Am Sonntag feierte sie wie schon im Vorjahr die Titelverteidigung mit einem kleinen, aber entscheidenden Vorsprung. Nach 1:21:21 Std hatte die Läuferin vom ASV Duisburg die 21,1 Kilometer absolviert und durchquerte das Zielband auf dem Parkplatz von Edeka am Angerbogen in unmittelbarer Nachbarschaft zum historischen Steinhof in Huckingen.
Ob’s am Rückenwind oder an der guten Form lag? Katharina Wehr war jedenfalls exakt eine Minute schneller als im Vorjahr. Das höhere Tempo war durchaus notwendig. Anna Hiegemann (LT Stoppenberg) belegte mit einem Rückstand von nur 17 Sekunden Platz zwei. Auf Rang drei kam Doris Kluge-Köpf (Ziemlich beste Freunde) in 1:25:15.
Bei den Männern gewann Alois Ebel (Milers Colonia 2020) in 1:09:16 und unterbot die Siegerzeit aus dem Vorjahr um beinahe vier Minuten. Auf Platz zwei kamen die ASV-Läufer Rachid Soufi (1:10:09) und Jan Neuens (1:10:25). Neuens hatte 2025 Platz zwei belegt. Mit der Zeit aus diesem Jahr wäre er klar vorne gewesen.
OB Sören Link überreicht Düsseldorf den Städtepokal
Düsseldorf, eine der beiden Partnerstädte des Rhein City Runs, brachte keinen Starter unter die Top drei. Die Städtewertung entschied Düsseldorf dann aber doch wieder für sich. Inzwischen ist der Vergleich schon gar kein Vergleich mehr. Es steht jetzt 8:1 für die Landeshauptstadt. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link musste den Pokal einmal mehr an den Nachbarn übergeben. Trost für ihn war aber, dass er mit der Trophäe für die schnellste Frau eine Duisburgerin ehren konnte.
Christian Ludwig schaute bei seiner positiven Bilanz der neunten Auflage des Rhein City Runs nicht allein gen blauen Himmel und auf Bestzeiten. Er schaute auch in eine Vielzahl glücklicher Gesichter. „Wir hatten jede Menge Läuferinnen und Läufer dabei, die zum ersten Mal einen Halbmarathon absolviert haben. Zu erleben, wie sie sich beim Zieleinlauf über ihre Leistung gefreut haben, das war für mich dieses Mal ganz besonders. So habe ich das noch nie erlebt.“
1.000 Teilnehmende mehr als im Vorjahr
Um möglichst vielen Ausdauersportlerinnen und Ausdauersportlern dieses gute Gefühl zu vermitteln, hatten die Organisatoren das Teilnehmerlimit von 5.000 auf 6.000 erhöht. Gleich drei Startwellen waren notwendig, um alle Rhein-City-Runner staufrei auf die Strecke schicken zu können.
Der Rhein City Run wird von Bunerts Events in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund Duisburg organisiert.
Alle Ergebnisse unter: www.rhein-city-run.de